Papst reist zum Weltfamilientreffen nach Dublin

Dublin (APA) - Papst Franziskus reist in der kommenden Woche nach Irland, um dort am neunten katholischen Weltfamilientreffen in Dublin teil...

Dublin (APA) - Papst Franziskus reist in der kommenden Woche nach Irland, um dort am neunten katholischen Weltfamilientreffen in Dublin teilzunehmen. Das insgesamt sechstägige „World Meeting of Families“ startet laut Kathpress am Dienstag und steht unter dem Motto „Das Evangelium der Familie. Freude für die Welt“.

Der Papst kommt für die beiden Abschlusstage am 25./26. August nach Dublin, geplant ist u.a. eine große Freiluftmesse mit einer halben Million Menschen. Während seines 32-stündigen Irland-Aufenthalts besucht Franziskus außerdem den bedeutenden Marienwallfahrtsort Knock im Westen der Insel.

Auch der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn ist in Dublin dabei, er wird u.a. den von der Österreichischen Bischofskonferenz herausgegebenen neuen Kinderkatechismus „YOUCAT for Kids“ vorstellen. Insgesamt sind knapp 40.000 Dauergäste für den internationalen Familienkongress angemeldet, mehr als je zuvor bei einem der von von Papst Johannes Paull II. (1978-2005) 1994 initiierten Weltfamilientreffen.

Papst Franziskus trifft zu den beiden abschließenden Höhepunkten des Treffens in Dublin ein. Am Samstagabend, 25. August, findet im Croke-Park-Stadium ein Familienfestival mit Franziskus statt, zu dem 80.000 Teilnehmer erwartet werden. Zuvor besucht der Papst noch am Nachmittag die Dubliner St.-Mary‘s-Kathedrale, wo eine Begegnung mit verlobten und verheirateten Paaren geplant ist, und ein von Kapuzinern geführtes Obdachlosenzentrum.

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Am Sonntag, 26. August, geht es für den Papst weiter zum Marienwallfahrtsort Knock. Dort sollen 1879 einer kleinen Dorfgemeinde die Jungfrau Maria, der heilige Josef und der Evangelist Johannes erschienen sein sollen. Fast 140 Jahre später zieht der Wallfahrtsort im Westen Irlands auch ohne Papst jährlich rund 1,5 Millionen Pilger an.

Höhepunkt des Papstbesuchs ist die Abschlussmesse des Weltfamilientreffens am Sonntagabend im zentral gelegenen Phoenix Park von Dublin mit rund einer halben Million Gläubigen.

Begleitendes Thema des Papstbesuchs waren schon in den vergangenen Wochen die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche, die auch Irland in den vergangenen Jahren erschüttert haben. Wie die führenden irischen Politiker erwartet auch Dublins Erzbischof Diarmuid Martin vom Papst klare Worte zur Verantwortung der Kirche zum Missbrauch wie zu Misshandlung und Ausbeutung in kirchlichen Heimen wie den berüchtigten „Magdalene Laundries“. Mit entsprechenden Äußerungen des Papstes ist fest zu rechnen.

Premierminister Leo Varadkar kündigte öffentlich an, dass er den Papst auch daran erinnern wolle, wie sich die Auffassungen der Iren zu Homosexualität, Familienformen und Abtreibung geändert haben. Im Mai stimmten zwei Drittel für eine Änderung des bisher strengen Abtreibungsverbots.

Zuletzt besuchte mit Johannes Paul II. (1978-2005) im Jahr 1979 ein Papst die Grüne Insel. Für Papst Franziskus selbst wird es übrigens nicht der erste Aufenthalt in Irland sein. 1980 verbrachte er drei Monate im Milltown Institut für Theologie und Philosophie. Der damals 43-Jährige lernte in dem Jesuitenzentrum Englisch.


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