Zillertaler Steinbockmarsch: „Es war richtig lässig“

In die Bergschuhe, fertig, los – hieß es heuer zum 50. Mal beim Zillertaler Steinbockmarsch in Ginzling. Über 1000 Bergsportfans wanderten um den begehrten Sieg mit.

Traumhaftes Bergpanorama beim Steinbockmarsch.
© Dominic Ebenbichler

Von Eva-Maria Fankhauser

Ginzling –Es ist noch stockdunkel, als der Startschuss fällt. Um 5 Uhr marschieren rund tausend Wanderer los und alle haben dasselbe Ziel: Sie wollen den Zillertaler Steinbockmarsch absolvieren.

Vom Naturparkhaus in Ginzling geht es zuerst noch recht gemütlich in das Floitental. Langsam wird es heller, die Sonne blitzt zwischen den Berggipfeln hervor. Doch der Marsch wird anstrengender. Es geht steil bergauf zur Mörchner Scharte. Einer der herausforderndsten Streckenabschnitte. Bevor es dann wieder bergab durch den Zemmgrund über die Berliner Hütte bis zum Gasthaus Breitlahner geht. Das Ziel. Das Ziel, das alle erreichen wollen, das aber unterwegs oftmals unendlich weit weg erscheint. „Der Aufstieg mit 1871 Höhenmetern bis zur Scharte ist schon schwierig“, sagt Michael Fankhauser. Er geht bereits zum vierten Mal beim Zillertaler Steinbockmarsch mit. Und will auch nächstes Jahr wieder dabei sein. „Es ist eine super Veranstaltung im Zillertal und einfach spannend, an sein Limit zu gehen, seine Grenzen herauszufinden“, sagt er. Heuer war er in einer Gruppe mit rund 16 Leuten unterwegs. „Das war eine Riesengaudi“, sagt er. Auch Matthias Wiesinger hat die 30 Kilometer bis ins Ziel geschafft. „Es war richtig lässig. Vor allem war es super organisiert“, sagt Wiesinger. Nächstes Jahr will er wieder mitgehen. „Dann will ich aber auf Zeit gehen“, sagt er. Ihm machte vor allem der Aufstieg zur Mörchner Scharte Spaß. „Einige hatten da schon ihre Probleme. Es ist steil und anstrengend. Aber gerade das hat mir gut gefallen“, sagt Wiesinger im TT-Gespräch.

Knapp über 1000 Starter gingen beim 50. Zillertaler Steinbockmarsch an den Start. Darunter waren heuer auch etwa 100 Läufer. „Einen Lauf hat es schon früher einmal gegeben. Markus Kröll hält mit gut zweieinhalb Stunden den Streckenrekord. Zum Jubiläum wollten wir den Lauf wiederbeleben“, verrät Organisator Stefan Mariacher von der FF Ginzling. Seit März sind die Feuerwehrler beim Planen und Organisieren. „Dass es heuer so gut gelaufen ist, hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Mariacher. Es gab laut ihm nur wenige Verletzungen – „nur Kleinigkeiten“. Laut dem Ginzlinger Bergretter Ulli Huber halten sich die Unfälle in Grenzen: „Da sind eher Erschöpfungserscheinungen und kleinere Verletzungen die Hauptprobleme.“ Er und seine 28-köpfige Mannschaft sichern die Strecke und behalten die Teilnehmer im Auge.

Patric Hörhager, Christian Kreidl, Simon Stock und Martin Kaschmann kamen als schnellste Läufer ins Ziel.
© Aschenwald

Krölls Bestzeit konnte nicht unterboten werden. Der Lokalmatador lief nicht mit, unterstützte die Sportler und Organisatoren aber als Zaungast. Als schnellster Läufer schaffte es Christian Kreidl mit knapp 2:48 Stunden ins Ziel. Bei den Damen holte Stephanie Kröll mit 3:24 Stunden den Sieg. Bei den Marschierern kamen Reinhold Doblinger und Carina Altmanninger am schnellsten ins Ziel.

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