Aller Anfang ist schwer – auch in der Tiroler Liga

Mit dem SVI und Volders stehen zwei Teams nach drei Runden noch bei null Punkten. Aber auch bei anderen gerät der Motor ins Stottern.

Martin Rinker päppelte seine Schützlinge im Derby gegen Volders auf.
© Amir Beganovic

Von Alois Moser

Innsbruck — Wöchentlich grüßt derzeit das Murmeltier in Volders: Trotz guter Leistungen ging der Aufsteiger bisher am Ende stets leer aus. Und auch beim SVI zollt man dem schweren Auftaktprogramm Tribut.

„Es ist natürlich bitter, wenn man nach drei Spielen immer noch mit null Punkten dasteht", redet SVI-Trainer Markus Seelaus nicht lange um den heißen Brei herum. Vor allem das Defensivverhalten bei Standards verhinderte bisher einen zählbaren Erfolg: „Da verhalten wir uns zu kindlich, zu unentschlossen." Einen ähnlich schweren Herbst wie im letzten Jahr will man tunlichst vermeiden: „Wir müssen Ruhe bewahren und schauen, dass wir uns endlich wieder einmal belohnen."

Ins gleiche Horn stößt auch Michael Streiter: „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen, außer dass uns die Ruhe vor dem gegnerischen Tor fehlt." Das Derby gegen Wattens (1:3) hätte auch anders ausgehen können: „Wir hatten kurz vor dem Ausgleich die Riesenchance auf das 2:0. Da war es schwieriger, vorbei, als aufs Tor zu schießen. Aber so haben wir im Gegenzug den Ausgleich bekommen."

Trotzdem sieht Streiter sich und seine Volderer in der richtigen Spur: „Wir lassen uns nicht beirren. Wir wissen, dass wir auf einem guten Weg sind."

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Freuen durfte sich dagegen Gegenüber Martin Rinker, der den ersten Sieg der Saison einfahren konnte: „Das bisher schlechteste Spiel von uns, aber dafür haben wir diesmal endlich voll gepunktet." Mit der Punkteausbeute ist Rinker noch nicht zufrieden, jedoch: „Die Leistungen in den ersten Spielen waren schon ziemlich ansprechend."

Während die Union gegen Kundl den ersten Sieg feiern konnte (Lener: „Wir sind endlich als Mannschaft aufgetreten"), steht der Gegner weiterhin bei nur einem Punkt. „Den Saisonstart hätte ich mir natürlich anders vorgestellt", trauert Trainer Roger Kühmaier der guten Vorbereitung nach: „Es sind zwar erst drei Runden gespielt, aber jetzt gilt es schleunigst, unsere Form zu finden."

Auch beim Lokalrivalen Kirchbichl läuft es noch nicht rund: „Das war ein Gruselfilm", kommentierte Trainer Paul Schneeberger die erste Hälfte gegen Kematen. „Das war inferior, so etwas habe ich noch nicht oft gesehen." Die Steigerung nach der Pause mache zwar Mut, aber: „Dass man innerhalb von kurzer Zeit den Faden so verliert wie wir, ist mir schon ein Rätsel. So ist der Fußball eben." Schneeberger spricht auch für seine Kollegen im Tabellenkeller, wenn er sagt: „Jammern nützt nichts."


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