Aufräumen nach Mure im Pitztal, Landesgeologe gibt Entwarnung

Auch weiterhin ist das hintere Pitztal nach dem Murenabgang vom Sonntagabend nur durch Blockabfertigung erreichbar. Laut Landesgeologe Heißel ist die Gefahr „bis auf weiteres gebannt“.

Die Aufräumarbeiten im hinteren Pitztal laufen auf Hochtouren.
© zeitungsfoto.at

St. Leonhard im Pitztal – Das hintere Pitztal bleibt aufgrund der Murenabgänge vom Sonntagabend auch weiterhin nur durch eine Blockabfertigung erreichbar. Aufgrund der laufenden Aufräumarbeiten auf der Pitztaler Landesstraße L16 wird die Straße zu jeder vollen Stunde für 15 Minuten freigegeben. „Ab morgen, Dienstag, in der Früh können wir das Intervall der Blockabfertigung voraussichtlich auf eine halbe Stunde verkürzen“, so der zuständige Experte Johannes Monz vom Baubezirksamt Imst. Ab Montag, 18.30 Uhr ist die Straße vorübergehend frei befahrbar: Die Blockabfertigung wird in den frühen Morgenstunden mit der Fortsetzung der Aufräumarbeiten wieder eingesetzt.

Entwarnung gibt der Landesgeologe Gunter Heißel, der am Montagvormittag gemeinsam mit dem St. Leonharder Bürgermeister Elmar Haid einen Erkundungsflug über das betroffene Areal unternommen hat: „Die Gefahr ist bis auf weiteres gebannt. Sollte es wieder regnen, müssen wir die Situation neu bewerten.“ Insgesamt werden die Aufräumarbeiten laut Baubezirksamt wohl noch etwa zehn Tage andauern, allerdings ohne größere Verkehrseinschränkungen. „Wir schätzen, dass rund 4000 Kubikmeter Geröll auf der Straße und im Bachbett der Pitze gelandet sind“, so Monz.

Am frühen Sonntagabend hatte sich eine Gewitterzelle heftig entladen, eine Mure verlegte dabei die Pitztal Landesstraße am südlichen Ortsausgang des Weilers Plangeroß (Gemeinde St. Leonhard).

Drei in dem Bereich abgestellte Autos wurden von den Schlamm- und Geröllmassen mitgerissen und zum Teil schwer beschädigt, Personen kamen nicht zu Schaden. Die Straße war bei Neurur komplett gesperrt worden. Damit war auch die Straßenverbindung zu den taleinwärts gelegenen Ortsteilen von St. Leonhard gekappt worden. (TT.com)


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