,,mundARTgerecht“: Dialekt und Mundart sind im Ötztal keine Fremdworte

Seit acht Jahre gilt der Ötztaler Dialekt als immaterielles Kulturerbe der Unesco. Die Mundart wird hier gelebt, auch musikalisch.

In Längenfeld drehte sich am Sonntag alles um den Dialekt.
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Von Thomas Parth

Längenfeld –Seit 2012 trägt das „mundARTgerecht“-Musikfest dem immateriellen Kulturerbe Rechnung.

Egal, ob Niederösterreicher aus dem Tullnerfeld, ob das Duo Zwoaklong aus dem Oberern Gericht oder bayerische Gstanzl-Sänger, egal, ob Blues, Volksmusik oder Latino-Sound – die Musik schafft das Kunststück, zwischen den verschiedenen Sprachen und Dialekten zu vermitteln.

Mittlerweile ist die Veranstaltung von einst mit neun Musikgruppen in neun Gastgärten auf mittlerweile 13 Veranstaltungsorte mit über 20 Formationen angewachsen. Seit dem vergangenen Jahr bemüht sich das Organisationsteam um das Prädikat „Green Event“ und gilt 2018 als „Going Green“. Das heißt, dass bereits im Vorfeld der Veranstaltung auf Kriterien wie eine umweltschonende Anreise durch öffentliche Verkehrsmittel, regionale Verpflegung, soziale Verantwortung und weitere ökologische Maßnahmen wie Nachhaltigkeit geachtet wurden. „Die teilnehmenden Betriebe bieten eine kleine Karte mit regionalen, vegetarischen und Bioprodukten. In unserer gesamten Kommunikation rund um das Festival achten wir auf Barrierefreiheit. In Anspielung auf das englischsprachige ‚Crowdfunding‘ gibt es bei uns ein ,Krautfindn‘, wobei Festivalbesucher gegen eine kleine Spende einen Krautkopf von einem Haiminger Bauern mit nach Hause nehmen können“, berichtet Organisatorin Florentine Prantl vom Verein Pro-Vita-Alpina: „Für heuer hatten uns 24 Musikgruppen ihre Auftritte zugesagt. Die Stimmung während und nach der Veranstaltung war durchwegs positiv, sowohl bei Künstlern und Gastronomen als auch bei den Besuchern, die das schöne Wetter mit viel Musik, Dialekt und guter Küche genossen.“ Stolz ist Prantl auf ihr Organisationsteam, dessen Kern aus sieben Helfern besteht, am Festivaltag aus 16. „Immer wieder werden wir auf Musikgruppen aufmerksam gemacht oder Musiker kommen auf uns zu. Gute Vorzeichen also für 2019.“

„Das schönste Schwarz“ aus dem Tullnerfeld konnte mögliche Dialekthürden mit viel Blues überwinden.
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„Zwoaklong“ aus dem Bezirk Landeck ließen die Kinder aktiv mitmachen.
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