Jubiläum: BH Innsbruck bittet zu Tag der offenen Tür

Aus Anlass des Jubiläums „150 Jahre Bezirkshauptmannschaften“ will die größte BH Österreichs die ganze Breite ihres Tätigkeitsspektrums aufzeigen.

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Von Michael Domanig

Innsbruck — 150 Jahre Bezirkshauptmannschaften: Anlässlich dieses österreichweit gefeierten Jubiläums laden alle acht „BHs" in Tirol am Samstag, den 1. September, zu einem Tag der offenen Tür. So auch die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck, die in mehrfacher Hinsicht etwas ganz Besonderes ist: Zuständig ist sie trotz ihres Namens und ihres Standorts in der Innsbrucker Gilmstraße ja nicht für Innsbruck (Stadt), sondern für die 65 Gemeinden und ca. 178.000 Einwohner im Bezirk Innsbruck-Land. Damit ist ihr Wirkungsbereich übrigens größer als der jeder anderen BH in ganz Österreich.

Was mit dem bevorstehenden Jubiläumstag vermittelt werden soll, ist für Bezirkshauptmann Herbert Hauser klar: Die BH decke ein viel breiteres Spektrum an Tätigkeiten ab als jene, die man in der Bevölkerung landläufig mit ihr verbindet (Beantragung von Reisepässen, Ausstellung und Entzug des Führerscheins, Verkehrsstrafen etc.).

Ob Betriebsanlagengenehmigungen, Umwelt-, Forst- und Wasserrecht oder der gesamte sicherheitspolizeiliche Bereich: Überall ist die BH zuständig, ebenso beim Kampf gegen illegales Glücksspiel (2017 wurden 106 Verfahren eingeleitet und ebenso viele Automaten beschlagnahmt) oder bei Übertretungen nach dem Jugendschutzgesetz (2017 gab es hier 88 Fälle). „Bis zu 250 Menschen suchen uns jeden Tag auf", bilanziert Hauser.

Gemeindereferent LR Johannes Tratter, selbst sechs Jahre Bezirkshauptmann in Kufstein, betont, dass sich die „BHs" von klassischen Ämtern in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr zu „Dienstleistern" entwickelt hätten. Gerade die BH Innsbruck sei in Sachen Bürger­service führend. Wirtschafts- und Familienlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf verweist hier etwa auf die Initiative „Family Line" — verkürzte Wartezeiten für Familien.

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„Wir sind für die Menschen da, nicht umgekehrt, das ist meine Auffassung von moderner Verwaltung", sagt Hauser — diese Botschaft gebe er auch an seine ca. 240 Mitarbeiter (davon über 170 Frauen, von diesen 105 in Teilzeit) weiter.

Am 1. September von 9 bis 14 Uhr wartet in der BH Innsbruck ein dichtes Programm: Mitarbeiter geben bei Führungen Einblick in die einzelnen Referate und Aufgabenbereiche. Auch das Dokumentenservice hat geöffnet, Anträge zu Reisedokumenten, Führerscheinen oder Handysignatur sind also möglich. Am Vorplatz der BH werden Vorführungen von Rettung, Polizei und Feuerwehr geboten. Für ein Quiz samt Gewinnspiel, Live­musik sowie Speis und Trank ist ebenfalls gesorgt.


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