Neuausrichtung der Tiroler SPÖ: Das rote Ohr soll zum Bürger

Die SPÖ will wissen, wo den Leuten der Schuh drückt – und ihr Programm danach ausrichten.

© SPÖ

Innsbruck –Sechs Monate nach der Landtagswahl will es die SPÖ wissen: Liegt sie mit ihren Themen wirklich richtig? Und gehen die daraus abgeleiteten Forderungen und Landtagsinitiativen nicht an den Menschen vorbei? Nur allzu oft würde die Politik in ihrer eigenen Blase leben, sagt Parteichefin Elisabeth Blanik. Die Folge: Die Bedürfnisse und Anliegen der Bevölkerung würden oft zu kurz kommen. Blanik will das nun ändern. Zumindest für die Tiroler Sozialdemokratie.

Angelehnt an so genannte „Erzähl-Cafés“ wird die per Februar runderneuerte Landtagsriege der SPÖ von 29. August bis 21. September an neun Terminen in allen Bezirken in den Dialog mit der Bevölkerung treten. Zum Auftakt steht das Thema Wohnen auf dem Programm. Weitere wie Pflege, Mobilität oder Landwirtschaft sollen folgen. Per Anmeldung (www.political-freshness.at) sollen Personen (je Termin an die 15) unter Anleitung eines Moderators ihre Sicht der Dinge zum jeweiligen Thema vortragen. Am Ende der Tour will Blanik evaluieren, ob die Roten thematischen Korrekturbedarf haben oder nicht. Letztlich sollen danach auch das rote Programm ausgerichtet und alte Forderungen über Bord geworfen werden.

„Das ist ein Experiment“, freut sich Blanik schon vor dem Start auf die Reaktionen. Ob die Freude anhält, wird der 21. September zeigen. (mami)

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