Nach Leiner-Aus: Auch 40 Kika-Mitarbeiter in Tirol verlieren Job

Neben den 67 Mitarbeitern von Leiner wurden auch 40 Mitarbeiter an den drei Tiroler Kika-Standorten beim AMS zur Kündigung angemeldet.

Symbolfoto.
© APA

Innsbruck - Wie heute bekannt wurde, hat Kika/Leiner-Eigentümer Signa Holding neben 67 Leiner-Mitarbeitern in Innsbruck auch 40 Beschäftigte von Kika in Tirol beim AMS zur Kündigung angemeldet.

Wie eine Bombe schlug vergangenen Freitag die Nachricht ein, dass der Leiner-Standort in Innsbruck geschlossen wird. Seit heute ist auch klar, wie viele Mitarbeiter von der Schließung effektiv betroffen sind. Die Überraschung dabei: neben den 67 Mitarbeitern von Leiner wurden auch 40 Mitarbeiter an den drei Tiroler Kika-Standorten beim Arbeitsmarktservice (AMS) Innsbruck zur Kündigung angemeldet, wie AMS-Tirol-Chef Anton Kern gegenüber der TT bestätigt. „Dabei handelt es sich aber – wie meistens in solchen Fällen – um eine vorläufige Anmeldung. Wie viele Stellen schlussendlich betroffen sind, kann man noch nicht sagen“, so Kern.Nach turbulenten Monaten im Zuge des Bilanzskandals bei der Ex-Mutter Steinhoff und dem Notverkauf an die Signa Holding des Tiroler Investors Rene Benko im Juni hat der neue Eigentümer nun einen harten Sparkurs eingeschlagen, um das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu führen.

Das Ende 2012 eröffnete Leiner-Möbelhaus in der Innsbrucker Rossau (Archivbild von 2014) soll mit Jahresende zusperren.
© Foto TT / Rudy De Moor

Vergangene Woche gab die Signa Holding von Rene Benko bekannt, dass neben drei anderen, auch den Leiner-Standort in Innsbruck schließen werde. In der Kika/Leiner-Zentrale in St. Pölten wird inzwischen bereits intensiv über allfällige Sozialpläne verhandelt. Laut Sonja Karner, Betriebsratsvorsitzende bei Kika, ist die Gesprächsbasis gut. Vorzeigbare Ergebnisse gibt es allerdings noch nicht. (hu)


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