Belgien - Polizei soll Militär auf Straßen ersetzen

Brüssel (APA) - Seit den Terroranschlägen im März 2016 gehört das Militär zum Straßenbild in belgischen Städten. Dies soll sich nun ändern, ...

Brüssel (APA) - Seit den Terroranschlägen im März 2016 gehört das Militär zum Straßenbild in belgischen Städten. Dies soll sich nun ändern, wie der TV-Sender V kürzlich berichtete. Ab September sollen die Soldaten aus den Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen abgezogen werden und durch Polizeikräfte ersetzt werden. Das Verteidigungsministerium gibt sich indes abwartend, berichtete die Zeitung „Le Soir“ am Dienstag.

„Dieser Prozess läuft seit mehreren Monaten. Wir haben die Anzahl der Soldaten in den Städten von 1.800 auf 500 reduziert, aber es ist nicht vorgesehen, sie auf Null zu reduzieren in den kommenden Wochen“, hieß es aus dem Kabinett von Verteidigungsminister Steven Vandeput gegenüber der Zeitung. Alles hänge von der finalen Analyse des Nationalen Sicherheitsrates ab, der Ende September tage.

Die Entscheidung könnte sich also noch ein paar Monate verzögern, zumal die Polizei offenbar Probleme habe, die zusätzlich geforderten 1.600 Polizisten einzustellen, schreibt „Le Soir“. Aus dem Büro von Premierminister Charles Michel heißt es, die Verzögerungen bei der Rekrutierung der Polizeikräfte seien vor allem den langwierigen Verhandlungen mit den Gewerkschaften geschuldet. Patrick Cansse von der Gewerkschaft der öffentlich Bediensteten CGSP widerspricht: „Alle Diskussionen bezüglich der Statusänderung vom Militär zur Polizei sind geregelt.“


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