Europas Leitbörsen zu Mittag überwiegend höher

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag zu Mittag überwiegend höher tendiert. Der 50 führende Unternehmen ...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag zu Mittag überwiegend höher tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 0,71 Prozent auf 3.417,72 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.00 Uhr mit 12.407,43 Punkten und plus 0,62 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor hingegen geringfügig um 0,05 Prozent und steht nun bei 7.587,50 Stellen.

Nach einem zaghaften Handelsstart schwenkten die Aktienmärkte überwiegend in die Gewinnzone und bauten ihre Vortagesgewinne weiter aus. Hauptthema an den Märkten bleibt US-Präsident Donald Trump und seine jüngsten Äußerungen zum Handelsstreit sowie zur Geldpolitik der US-Notenbank (Fed). Trump rechne nicht mit Fortschritten in Sachen Handelsstreit in dieser Woche, was den Optimismus der Investoren eigentlich hätte dämpfen sollen.

Zugleich habe er sich nicht begeistert über die weiteren geplanten Zinsschritte der Fed geäußert und China und die EU erneut der Währungsmanipulation beschuldigt, sagte Marktanalyst Neil Wilson von Markets.com. „Zusammengenommen mit früheren Kommentaren sehen wir ein klares Muster, dass der Präsident den US-Dollar mit Worten drückt, wenn immer dieser etwas hoch erscheint“, so Wilson. Solche Äußerungen seien jedoch problematisch, denn auch wenn aktuell nichts auf eine Gefährdung der Unabhängigkeit der Fed hindeute, schürten sie doch Verwirrung und Zweifel.

Branchenweit zeigte sich der Technologiesektor besonders freundlich. Der Rohstoffsektor hingegen war der größte Verlierer. In London büßten die Anteile von BHP Billiton am „Footsie“-Ende knapp ein Prozent ein. Hohe Einmalkosten hatten beim weltgrößten Bergbaukonzern im Geschäftsjahr 2017/18 den Gewinn einbrechen lassen. Unter anderem musste BHP knapp 2,8 Milliarden Dollar auf seine Schieferöl-Aktivitäten in den USA abschreiben, die der Konzern an den Ölkonzern BP verkaufen will.

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Die Anteile der Wood Group gewannen 6,2 Prozent. Analysten lobten mehrheitlich die „starken Halbjahreszahlen“ des Ölfeldausrüsters. Zudem hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die Integration der übernommenen Amec Foster Wheeler schneller als geplant verlaufe und die Synergieziele angehoben.

In der Schweiz büßten unterdessen die Papiere des Uhrenherstellers Swatch nach Exportzahlen 0,8 Prozent ein und waren damit Schlusslicht im SMI. Richemont verloren 0,2 Prozent. Die Schweizer Uhren-Exporte kletterten im Juli deutlich langsamer als im Vormonat.

In Frankfurt konnten Bayer-Papiere 2,6 Prozent zulegen und bauten damit ihre klaren Vortagesgewinne aus. In der vergangenen Woche hatten sie allerdings 16 Prozent verloren. Die Berenberg Bank sieht in dem Kursrutsch nach dem Schadenersatzurteil gegen die US-Tochter Monsanto nun eine Kaufgelegenheit.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA203 2018-08-21/12:07


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