Prager Frühling - Van der Bellen: Lohnt sich für Freiheit zu kämpfen

Wien/Prag (APA) - Auch österreichische Politiker haben am Dienstag den Prager Frühling, der vor 50 Jahren niedergeschlagen wurde, gewürdigt ...

Wien/Prag (APA) - Auch österreichische Politiker haben am Dienstag den Prager Frühling, der vor 50 Jahren niedergeschlagen wurde, gewürdigt und der Opfer gedacht. Für Bundespräsident Alexander Van der Bellen zeigt der letztendliche Sieg der „Ideen des Prager Frühlings“ 20 Jahre später, dass „es sich lohnt, für die Freiheit und die europäischen Grundwerte zu kämpfen“.

Die Tschechoslowakei habe sich „ für einen Frühling lang ins freie Europa zurückgemeldet“, bevor das Experiment brutal niedergewalzt wurde, erklärte Van der Bellen in einer Twitterbotschaft. Die Ideen des Prager Frühlings hätten aber weiter gelebt und 20 Jahre später zu einem Wendepunkt in der europäischen Geschichte geführt. Für Österreich sei der Einmarsch von Warschauer-Pakt-Truppen „eine Bewährungsprobe seiner Neutralitätspolitik“ gewesen. „Tausende Flüchtlinge wurden von der österreichischen Bevölkerung wie selbstverständlich aufgenommen und betreut.“

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gedachte der Opfer des Einmarsches der Warschauer-Pakt-Truppen, die getötet wurden oder fliehen mussten. „Die Ereignisse von 1968 sind aber auch eine Mahnung, dass Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa auch heute unseren aktiven Schutz benötigen“, so Kurz im Kurznachrichtendienst.


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