Saisonstart der Akademie mit zwei neuen Gesichtern

Roland Kirchler folgte Helmut Lorenz nun auch offiziell als Leiter der Fußball-Akademie Tirol nach, Michael Schober übernahm die U 15.

TFV-Präsident Josef Geisler (l.) setzt in der Akademie auch auf neue Kräfte: Leiter Roland Kirchler und U 15-Coach Michael Schober (r.).
© Michael Kristen

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Die weiteste Auswärts-Reise nimmt die Tiroler Fußballakademie gleich zum Saisonbeginn in Angriff. Zum Start der ÖFB-Jugendliga gastieren die Tiroler am Samstag im Burgenland.

Vieles, aber nicht alles ist neu in der Tiroler Talenteschiene: Ex-Profi Roland Kirchler folgte Helmut Lorenz nun auch offiziell als Akademie-Leiter nach. Mit Michael Schober (bisher U18-Co-Trainer) gibt es außerdem bei den Jüngsten (U15) ein neues Trainergesicht. Sammy Glatz betreut die U16, Andreas Spielmann bleibt U18-Coach.

Verändert habe sich auch die Ausgangslage, denn mit inzwischen drei Profi-Klubs (FC Wacker I und II sowie WSG Wattens) sei die Perspektive eine andere: „Die Einstellung der Jungs hat sich geändert. Sie haben wieder Vorbilder und sehen Licht am Ende des Tunnels“, erklärt Kirchler. Der Blick geht dabei vor allem zu Wacker II („eine tolle Geschichte“). Positive Beispiele wie Felix Bacher (zuletzt stark gegen Klagenfurt) oder Matthäus Taferner sorgen für eine neue Zukunftsvision.

Vergangene Saison schlossen die Akademie-Teams die ÖFB-Jugendliga auf den Plätzen acht (U18 und U16) sowie elf (U15) ab. Obwohl im Nachwuchsbereich die Entwicklung im Vordergrund stehe, soll es auch tabellarisch nach oben gehen. „Ergebnisse sind wichtig, weil die Tabelle auch die Entwicklung widerspiegelt“, weiß TFV-Präsident Josef Geisler. „Wenn sich Spieler gut entwickeln, kommen auch die Resultate“, bestätigt Kirchler. Geisler hat jedenfalls „uneingeschränktes Vertrauen in die Personalie des Akademieleiters“. Er sei überzeugt, dass „die Galionsfigur Roli Kirchler die richtigen Personen um sich schart“.

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Eine dieser Personen heißt Michael Schober. Der ehemalige Innsbruck-West- und Union-Trainer freute sich auf seine Aufgabe bei der jüngsten Akademie-Mannschaft: „Im Amateurfußball ist man als Trainer limitiert. Die Jungs in der Akademie haben alle noch einen Traum. Darum ist es so eine interessante Aufgabe.“ Und zwar eine mit einer speziellen Herausforderung: „Es gilt den Mittelweg zu finden zwischen dem kurzfristigen Ergebnis, das ich mit dem körperlich robusteren Spieler leichter erreiche, und der Entwicklung von Potenzialspielern, die körperlich noch nicht so weit sind.“

Immer wieder zum Thema gemacht wird die Infrastruktur der Akademie, die im Westen Innsbrucks beheimatet ist. Für Kirchler gibt es immer zwei Seiten der Medaille: „Wenn ich es negativ sehe, sage ich: ,Wir haben nur einen Platz.‘ Andererseits sind wir eine kleine Akademie und es gehört alles uns.“ Fakt sei außerdem, „dass unsere Akademie alle Lizenz-Kriterien erfüllt. Dass es bessere Möglichkeiten gibt, das wissen wir“, so TFV-Präsident Geisler, der im Land „Signale, die Infrastruktur zu verbessern“, ortet. „Barcelona spielt bis zur U17 nur auf Kunstrasen“, wirft Michae­l Schober ein.

Die Heimspiele werden großteils wieder in Schwaz ausgetragen. Doch es soll auch in Bundesliga-Stadien gehen: Am dritten Spieltag tritt man beispielsweise im Wattener Gernot-Langes-Stadion gegen Vorarlberg an. Und auch der Traum von einem Heimspiel im Tivoli lebt. Vorher führt die Reise aber ins Burgenland.


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