Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben am Dienstag die Optimisten die Oberhand behalten. Der DAX schloss nach eine...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben am Dienstag die Optimisten die Oberhand behalten. Der DAX schloss nach einem behäbigen Start 0,43 Prozent höher bei 12.384,49 Punkten. Der Leitindex knüpfte damit an seine Erholung vom Montag an.

Die Hoffnung auf die in dieser Woche geplanten Gespräche zwischen den USA und China im Handelskonflikt hatte den DAX bereits am Montag nach drei schwachen Wochen wieder angeschoben. Von einer Trendwende könne aber noch keine Rede sein, warnte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader: „Um richtig Fahrt nach oben aufzunehmen, müsste das Barometer zunächst den Widerstand bei 12.500 Punkten knacken.“

Der MDAX der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann am Dienstag 0,49 Prozent auf 26.633,62 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDAX stand mit 0,32 Prozent im Plus bei 2.926,51 Punkten.

Anleger blicken bereits auf das Treffen von Notenbankern aus aller Welt Ende der Woche im amerikanischen Jackson Hole. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte bei ihrem Plan bleiben, den Leitzins 2018 noch zwei Mal zu erhöhen, vermutete die schweizerische Großbank Credit Suisse. US-Präsident Donald Trump ist von steigenden Zinsen nicht begeistert und kritisierte zuletzt erneut das Vorhaben der unabhängigen Fed.

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Unter den größten Gewinnern im DAX bauten die Aktien von Bayer ihr dreiprozentiges Vortages-Plus um 1,66 Prozent aus. Die Berenberg Bank sah in dem Kursrutsch der Papiere nach dem Schadenersatzurteil gegen die US-Tochter Monsanto nun eine Kaufgelegenheit. In der vergangenen Woche hatten sie 16 Prozent verloren.

Den Aktien von Medigene kam zugute, dass das Biotechunternehmen für die Entwicklung einer neuartigen Krebsimmuntherapie einen weiteren Partner gefunden hatte. Anleger honorierten dies mit Kursaufschlägen von 10,5 Prozent.

Nach ihrem Kursrutsch in der Vorwoche und einem schwachen Wochenstart unternahmen die Papiere von Tele Columbus im Kleinwerteindex SDAX einen Erholungsversuch mit einem Plus von fast 17 Prozent. Nachdem der Kabelnetzbetreiber unlängst die Verschiebung seines Halbjahresberichts bekannt gegeben hatte, waren die Anteilscheine binnen weniger Tage um fast die Hälfte eingebrochen.

Die Aktien des Finanzdienstleisters Hypoport hingegen verloren knapp 6 Prozent und entfernten sich damit wieder von ihrem am Dienstag bei 197,20 Euro erreichten Rekordhoch. Für Analyst Philipp Häßler von der Investmentbank Equinet ist nach der Rally im bisherigen Jahresverlauf nun erst einmal das Ende der Fahnenstange erreicht.

Ansonsten sorgte das Plus von 7,68 Prozent bei den Aktien von Voltabox für Aufsehen, nachdem der Batteriehersteller nach einem kräftigen Erlössprung im ersten Halbjahr seine Umsatzprognose angehoben hatte.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA406 2018-08-21/18:14


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