Obersteirer wegen Mordes an Ehefrau in Leoben vor Gericht

Leoben/Mariazell (APA) - Ein Pensionist aus Mariazell muss sich heute, Mittwoch, im Landesgericht Leoben wegen des Verdachts des Mordes an s...

Leoben/Mariazell (APA) - Ein Pensionist aus Mariazell muss sich heute, Mittwoch, im Landesgericht Leoben wegen des Verdachts des Mordes an seiner Ehefrau vor den Geschworenen verantworten. Im vergangenen März hatte der damals 68-Jährige seine pflegebedürftige Frau mit einem Polster erstickt. Er rief nach der Tat Angehörige an und sagte, was er getan hatte. Diese alarmierten die Polizei. Gegenüber Ermittlern gestand er.

Der Obersteirer soll die 66-Jährige am 7. März in der gemeinsamen Wohnung im Bett erstickt haben. Er selbst hatte den Ermittlern den Hergang mit einem Polster bei einer Tatrekonstruktion demonstriert. Die damals angeordnete Obduktion unterstrich die Angaben, denn die Frau starb an Sauerstoffmangel. Sie war davor schon mehrere Jahre pflegebedürftig und erst wenige Wochen vor ihrem Tod aus dem Spital nach Hause entlassen worden. Die Frau soll zuletzt Essen verweigert und nur noch unter 50 Kilogramm gewogen haben.

Der Prozess ist für einen Tag anberaumt. Noch am Abend soll ein Urteil fallen.

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