Trump: Manafort ist ein „guter Mann“

Charleston (West Virginia)/Washington (APA/dpa/AFP) - Nach dem Schuldspruch gegen seinen früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort hat US-Präs...

Charleston (West Virginia)/Washington (APA/dpa/AFP) - Nach dem Schuldspruch gegen seinen früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort hat US-Präsident Donald Trump Sympathie für diesen geäußert. Manafort sei ein „guter Mann“, der für den früheren Präsidenten Ronald Reagan und andere Menschen gearbeitet habe, sagte Trump am Dienstag vor Journalisten in West Virginia.

Der Präsident betonte aber, dass der Fall nichts mit ihm oder möglichen geheimen Absprachen mit Russland zu tun habe. Es sei „sehr traurig“, was Manafort nun widerfahre. Er tue ihm leid, fügte Trump hinzu.

Manafort war zuvor in einem Prozess wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs von einer Jury in acht der 18 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. In zehn Anklagepunkten konnten sich die Geschworenen auf kein Urteil verständigen. Manafort droht damit eine Haftstrafe, die ihn für den Rest seines Lebens hinter Gitter bringen könnte. Die Höchststrafe beträgt 80 Jahre Gefängnis.

Sein Anwalt Kevin Downing kündigte nach dem Urteil an, sein Mandant prüfe nun „alle Optionen“. Zugleich dankte er dem Richter für einen „fairen Prozess“.

Trump ignorierte bei seiner Ankunft in West Virginia Fragen zu seinem früheren Anwalt Michael Cohen. Der 51-Jährige hatte sich am Dienstag vor einem Gericht in New York schuldig bekannt, gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen zu haben und dabei Trump belastet, ohne ihn beim Namen zu nennen.


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