Nächtigungsplus im Bezirk bescheiden ausgefallen

Bilanz zur Sommerhalbzeit weist leichte Zuwächse aus, diesmal auch im Paznaun. TVB-Chef Alfons Parth sieht schwierige Rahmenbedingungen.

Der Serfauser Ferienpark Hög (1800 m) zählt zu den Hotspots am Sonnenplateau.
© www.foto-mueller.com

Von Helmut Wenzel

Landeck –Den Titel des Nächtigungskaisers macht den Ischgler Touristikern im Bezirk niemand streitig – 1,51 Mio. Übernachtungen im Jahr 2017 (Quelle: Landesstatistik). Doch die Schere zwischen Winter- und Sommernächtigungen (weniger als zehn Prozent) klafft weit auseinander. Wiederholt musste man im Paznaun ein Sommerminus einstecken. Heuer sieht es mit 56.472 Übernachtungen und einem Plus von 3,9 Prozent zur Halbzeit (31. Juli) etwas besser aus.

Von einer Trendwende will der Ischgler Cheftouristiker Alfons Parth aber nichts wissen: „Davon sind wir meilenweit entfernt.“ Auch Optimismus ist kein Thema für ihn. Er sagt nur: „Wir müssen weiter kämpfen. Wobei wir es mit schwierigen Rahmenbedingungen zu tun haben.“ Der Gast, der im Mai bucht, will, so Parth, Wettersicherheit haben. „Und die ist in der Türkei oder in Ägypten viel größer als bei uns in den Alpen.“ Auch die vergleichsweise niedrige „Sommer-Wertschöpfung“ bleibe Thema. „Da müssen wir noch viel besser werden.“

Während die Landesstatistik ein tirolweites Nächtigungs­plus von 5,7 Prozent auswirft, sind die Zuwächse im gerne zitierten „Tourismusweltmeisterbezirk Landeck“ eher bescheiden ausgefallen. Auf Verbandsebene liegt Serfaus-Fiss-Ladis im Halbzeitranking voran: 381.935 Übernachtungen bedeuten ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber 2017. Dahinter folgt der TVB Tiroler Oberland mit 1,9 Prozent Zuwachs. Die Nummer 3 im Sommer, der TVB Paznaun-Ischgl, erzielte zum 31. Juli ein Plus von 0,9 Prozent. Dahinter folgen St. Anton (plus 7 Prozent) sowie Tirol-West (plus 2 Prozent).

Das Trio der nächtigungsstärksten Ferienorte im Sommer bleibt unverändert: Serfaus führt mit einem Plus von 1,3 Prozent, dahinter folgen Fiss (plus 1 Prozent) und Nauders (plus 1,8 Prozent).

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Ein Minus musste das Kaunertal einstecken, den Vermietern fehlen in diesem Sommer 1137 Nächtigungen gegenüber dem Vorjahr, macht -1,6 Prozent.

Ried im Oberinntal hielt sich mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent auf der Gewinnerseite, ebenso Ladis mit plus 2,3 Prozent. Das Rennen im Talkessel Landeck hat Zams mit einem Plus von 3,9 Prozent für sich entschieden. Die Bezirksstadt erzielte 2046 Nächtigungen weniger als Zams und muss noch dazu ein Minus von 0,5 Prozent in Kauf nehmen. Bezirksweit am stärksten zulegen konnte übrigens Fendels – 21,2 Prozent plus gegenüber dem Vorjahr.


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