Noch immer kein grünes Licht für Gewerbegründe in St. Ulrich

Die Betriebe in St. Ulrich stehen Schlange, aber trotz Widmung und Verkehrsplan geht nichts weiter. Jetzt hakt es noch an der Zufahrt.

© Wörgötter

Von Michael Mader

St. Ulrich a. P. –Die Gemeind­e St. Ulrich braucht dringend Gewerbegründe – das steht für alle Verantwortlichen fest. Doch der Weg dorthin erweist sich als schwierig. Laut Bürgermeisterin Brigitte Lackner geht das Ansinnen, ein Gewerbegebiet zu bauen, bereits auf das Jahr 2007 zurück. Ihr Vorgänger im Gemeindeamt habe schon diese Bestrebungen gehabt.

Im Jahre 2012 wurde schließlich im Ortsteil Strass eine Fläche von 13.800 Quadratmetern zum Preis von mehr als 500.000 Euro angekauft. Doch der erste Versuch einer Widmung der Fläch­e scheiterte am Land, weil es sich um eine ökologisch wertvolle so genannte Hutweide handelt. Erst nachdem eine Ausgleichsfläche gefunden worden war, gab es auch grünes Licht vom Land Tirol. Wie berichtet, verzögerte dann aber die verkehrstechnische Erschließung das Projekt erneut. „Wir warten noch auf das Straßenkonzept. Es geht nur noch um die innere Erschließung der Fläche“, erklärte Lackner im April. Dass es auch Probleme mit der Zufahrt gebe, dementierte die Bürgermeisterin damals gegenüber der TT.

Wie sich jetzt allerdings herausstellt, ist das Straßenkonzept fertig, die Verhandlungen über die Zufahrt von der Landesstraße aus laufen aber immer noch. Lackner: „Grundstücksbesitzer ist eine Interessentschaft und das sind neun bis zehn Personen. Das ist nicht ganz so einfach.“ Natürlich gehe es ums Geld, die Bürgermeisterin hofft aber auf eine baldige Einigung.

Es gebe zwar noch eine andere Zufahrtsvariante über ein Grundstück des „Strasserwirtes“, aber das sei nicht die bevorzugte Variante. Die Gemeinde hätte lieber eine geradlinige Zufahrt.

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Lackner geht davon aus, dass es jetzt nicht mehr lange dauert, bis das Gewerbegebiet erschlossen werden kann: „Aber die Bemühungen dauern ja schon seit 2007, da geht es auf drei Monate nicht mehr zusammen. Momentan sind auch noch der Amtsleiter und der Bauausschussobmann auf Urlaub. Ich habe lernen müssen, dass in der Öffentlichkeit alles ein bisschen langsamer geht.“ Der Druck in der Gemeinde jedenfalls ist dementsprechend groß. Das bestätigt auch Lackner: „Im Prinzip ist alles schon vergeben. Natürlich fragen die Betriebe dauernd nach.“

Im Übrigen braucht es auch noch den Segen des Gemeinde­rates, unter anderem für den Bebauungsplan.


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