Auf vier Rädern durch den Alpenzoo

Die Rundfahrt im “Bärenmobil“, bei der ein Zooführer mitfährt, dauert ca. 90 Minuten bis zwei Stunden.

© Domanig

Von Michael Domanig

Innsbruck –Seit dem gestrigen Mittwoch bietet der Inns­brucker Alpenzoo ein besonderes neues Service für Besucher: Auf dem „Bärenmobil“ – dessen Anschaffung von der Hypo Tirol Bank unterstützt wurde – können Zoofreunde, denen das ansonsten nicht (mehr) oder nur mühsam möglich wäre, nun bequem bis zu den höchstgelegenen Teilen des Zoos gelangen.

„Im Alpenzoo sind vom Eingang bis zum Steinbockgeheg­e immerhin rund hundert Höhenmeter zu überwinden“, erklärt Zoodirektor André Stadler. „Für ältere Menschen, denen es in der Hüfte zwickt, oder schwangere Frauen ist das nicht einfach.“ Seitens der Zoobesucher habe es immer wieder Rückmeldungen gegeben, im Sinne von „Opa wäre gerne mitgekommen, kann aber nicht“. Das neue Angebot richte sich nun an Nutzer aller Art – von Senioren über Menschen mit Bewegungseinschränkungen und Behinderungen bis hin zu Familien mit kleinen Kindern. Die Fahrt kann für einen Aufpreis von drei Euro pro Kopf gebucht werden, wobei das „Hypo-Bärenmobil“ Platz für maximal fünf Personen bietet. Die Rundfahrt, bei der ein Zooführer mitfährt, dauert ca. 90 Minuten bis zwei Stunden.

Die Idee stamme ursprünglich aus den USA, berichtet Stadler, auch im Wuppertaler Zoo, in dem er vor seiner Bewerbung für den Alpenzoo tätig gewesen war, gebe es dieses Service. In Innsbruck werde es übrigens bei einem Zoo-Mobil bleiben. „Wir wollen hier ja keine Autobahn, kein zweites Inntal-Dreieck“, lacht Stadler. Überdies seien die Zoo-Mitarbeiter geschult, äußerst langsam zu fahren – auch weil das Elektrofahrzeug kaum zu hören ist.

„Eine Voranmeldung ist deshalb erforderlich, weil wir ja auch die Fahrerinnen und Fahrer organisieren müssen“, betont Stadler – möglich ist das unter Tel. 0512/292323 oder office@alpenzoo.at.

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