Bayern stockt Mittel für Airport-Ausbau auf

Mit exakt 1,179.875 Fluggästen — davon auch eine hohe Zahl an Tirolern — und einer Steigerung um 18,37 Prozent erzielte der Flughafen Memmin...

Die Stationierung einer Ryanair-Maschine sorgte nicht nur für steigende Passagierzahlen am Flughafen in Memmingen, sondern auch für 35 zusätzliche Arbeitsplätze vor Ort.
© Flughafen Memmingen

Mit exakt 1,179.875 Fluggästen — davon auch eine hohe Zahl an Tirolern — und einer Steigerung um 18,37 Prozent erzielte der Flughafen Memmingen 2017 Rekordwerte.

Diese wirkten sich auch auf die Bilanz der Flughafen Memmingen GmbH positiv aus. In ihrem ersten Geschäftsjahr erzielte sie Umsatzerlöse in Höhe von 11,6 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss beträgt 111.280 Euro. „Auch in den Jahren zuvor haben wir im laufenden Betrieb schwarze Zahlen erwirtschaftet", erläutert Geschäftsführer Ralf Schmid. „Doch sie wurden vom Schuldendienst der Anfangsjahre stets aufgezehrt." Da der Flughafen im Zuge des erfolgten Umbaus der Unternehmensstruktur nun schuldenfrei ist, habe sich die Situation positiv verändert. „Wir arbeiten mit Gewinn", fasst Schmid die Situation zusammen.

Bayerns dritter Verkehrsflughafen erwies sich in den elf Jahren seines Bestehens auch als wichtige Job-­Maschine. So entstanden rund 1700 Arbeitsplätze — am Airport selbst, auf dem Konversionsgelände bei Dritt­unternehmen und branchenfremden Betrieben.

Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner signalisierte am Dienstag auch eine Aufstockung der Mittel, da sich aufgrund steigender Baukosten auch der Investitions­bedarf erhöht hat. Bisher war geplant, dass das Land Bayern von den 17,7 Millionen Euro Baukosten 12,2 Millionen übernehmen wird. Mittlerweile wird mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 21 Millionen Euro gerechnet.

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Die durch Kapazitätsengpässe bei Baufirmen und die anhaltend gute Baukonjunktur hervorgerufene Verzögerung des Baubeginns trägt maßgeblich zur Kostensteigerung bei. „Die Unterstützung des Freistaats ist ein wichtiges Signal für uns", betont Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid.

Im Mittelpunkt des geplanten Ausbaus stehen die Sanierung und Verbreiterung (von 30 auf 45 Meter) der Start- und Landebahn, die Erneuerung der Flughafenbefeuerung, die Optimierung des Instrumentenlandesystems und die Erweiterung der Gepäckhalle. (TT, fasi)


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