Alles klar für Schrägaufzug zum Hornwerk von Ehrenberg

Die Schlägerungsarbeiten für die Schneise zum Hornwerk von Ehrenberg werden gerade abgeschlossen. Am Montag beginnt der Bau von Trasse und Bergstation.

Die Bäume werden im Tal gleich weiterverarbeitet.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Reutte –„Am Montag können die Bauarbeiten für die Bergstation und die Trasse beginnen“, erklärt Investor Franz Dengg auf TT-Anfrage. Wie berichtet, baut der Lermooser Hotelier und Zugspitz-Seilbahner den Schrägaufzug von der Ehrenberger Klause hinauf zum so genannten Hornwerk am Sattel zwischen Schlossberg und Ruine Ehrenberg. „Spätestens im Frühling“, nennt Dengg den angepeilten Eröffnungstermin des neuen, barrierefreien Zugangs für Burgen-Ensemble und „Highline 179“. Die bauausführende Firma ist die HTB aus Arzl im Pitztal.

Die Trasse von der Klause zum Hornwerk ist schon ausgeholzt, die Highline über den historischen (Um-)Weg erreichbar.
© Paschinger

„Die Besucher müssen während der Bauarbeiten aus Sicherheitsgründen den historischen Weg beim Bogenschießplatz nehmen“, hofft der Geschäftsführer der Burgenwelt, Armin Walch, auf Verständnis. Gleich nach der Ehrenberger Zeitreise wurde mit den Vorbereitungen begonnen. Mittlerweile wurde die Trasse ausgeholzt. Eine Materialseilbahn zieht die gerodeten Bäume hinunter zum Platz zwischen Klause und Salzstadel – dort werden die Stämme sofort zu gleichmäßig geschnittenen Rundlingen weiterverarbeitet.

Für Walch ist der Bau des Schrägaufzuges eine absolute Aufwertung des Ensemble­s. Durch die Barrierefreiheit könne man vor allem in den Randsaisonen März/April und Oktober/November neue Gästeschichten ansprechen, blickt er in Richtung Busreisen für Senioren oder Behindertenverbände. „Im April haben wir nur ein Fünftel der Frequenz wie etwa im August“, hofft er auf eine Ausdehnung der Saison, Aufteilung der Frequenz und bessere Planbarkei­t auch für die rund 30 Mitarbeiter der Burgenwelt.

Walch beziffert die Besucher der Highline mit „knapp 200.000 im Jahr“. Was die absolute Anzahl der Ehrenberg-Gäste betrifft, könne er nur schätzen: „250.000 bis 300.000.“ Immerhin gebe es auch viele kostenlose Attraktionen am Areal, wo nicht gezählt wird. Investor Dengg wiederum hofft, dass „etwa die Hälfte der Besucher auch den Schrägaufzug benutzen wird“. Es werden dann Einzelfahrten ebenso angeboten wie Kombitickets für Aufzug und Brücke sowie verschiedene Tarife. Der Burgenverein wird wie bei der Brücke zehn Prozent der Einnahmen erhalten. „Wir kümmern uns schließlich auch vom Ticketverkauf über diverse Wartungen bis hin zur Schneeräumung um alles“, so Walch.


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