Ein Kletterereignis kommt wieder mitten in die Stadt

Am Wochenende messen sich wieder Sportler aus Osttirol beim Bouldercup 2018. Die Veranstalter versprechen spannende Duelle.

© Klettern in Osttirol

Von Christoph Blassnig

Lienz –Im Jahr 2000 fand der Lienzer Bouldercup zum ersten Mal statt. Dabei messen sich Sportbegeisterte und Kletterer an einer mobilen, überhängenden Wand. „Die Gründer unseres Vereines Klettern in Osttirol, kurz KIO­T, haben dieses Sportgerüst selbst gebaut“, weiß Gabriel Pribil, stellvertretender Vereinsobmann. Er ist seit acht Jahren Mitglied im Verein.

Wieder treffen sich die Kletter­freunde mitten in der Stadt am Erlachparkplatz. Am Freitag um 18 Uhr beginnt das Bouldercup-Wochen­ende musikalisch mit „feinsten Tune­s“ von Jorge und Domingez von der Hauskapelle. Um 20 Uhr treten die ersten Kletterer zum High Jump Contest an. In dem Bewerb müssen die Sportler von zwei fixen Griffen einen Sprung auf den nächsten Griff schaffen – „Dyn­o“ nennt sich dieser Satz, bei dem man für einen Momen­t frei in der Luft fliegt. „Das sieht sehr viel leichter aus, als es ist“, erklärt Pribil. „Man muss eben sehr dynamisch an die Sache herangehen. Es braucht ein gutes Stück Erfahrung und ist von der Koordination her als sehr schwierig einzustufen.“ Bis 22 Uhr darf am Freitag zu Musik geklettert werden. Die Ausschank läuft eine Stunde länger.

Am Samstag geht der eigentliche Bouldercup 2018 über die Bühne. „Bouldern“ kommt vom englischen Wort „boulder“ („Felsblock“). Gemeint ist das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden wie jener beim Lienzer Bouldercup, bis in Absprunghöhe. Einer Höh­e also, aus der ohne Verletzungsgefahr von der Wand abgesprungen werden kann. Damen und Herren treten in diesem Einzelbewerb in getrennten Wertungen an.

„Mitmachen kann jeder“, lautet die Einladung der Osttiroler Kletterfreunde. Unter 16 Jahren muss ein Erziehungsberechtigter mit dabei sein. Das Nenngeld beträgt 20 Euro. Bis Samstag um 11 Uhr sollte die Anmeldung vor Ort erfolgen. Die erste der vier Kletterrunden beginnt um 12 Uhr Mittag. „Das Ziel beim Bouldercup ist das Erreichen des Top-Griffes“, so Pribil zu den einfachen Regeln. Ein dreiköpfiges Team setzt mit verschraubbaren Griffen die Kletterstrecke immer schwieriger, bis am Schluss der bzw. die Beste alle anderen hinter sich gelassen haben wird. Um 21 Uhr soll das Finale beginnen. Der Erlös aus der Veranstaltung dient auch der Neuerschließung von Kletterrouten in Osttirol.


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