Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die asiatischen Leitbörsen sind am Mittwoch ohne klare Richtung aus dem Handel gegangen. Börsianer bezweifeln, dass beim in Kü...

Tokio (APA) - Die asiatischen Leitbörsen sind am Mittwoch ohne klare Richtung aus dem Handel gegangen. Börsianer bezweifeln, dass beim in Kürze anstehenden Gespräch zwischen den USA und China eine Beilegung des amerikanisch-chinesischen Handelsstreit erzielt werde.

Zudem standen Aussagen von Michael Cohen, dem früheren Anwalt von US-Präsident Donald Trump, im Fokus. Cohen hatte mehrere Verstöße gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung eingeräumt. Am Vorabend sagte er vor einem Gericht in New York aus, er habe dies im Auftrag eines Kandidaten getan habe, nannte aber dessen Namen nicht. Seine Aussage wurde jedoch so interpretiert, dass er sich damit nur auf Trump beziehen konnte.

Der Nikkei-225 schloss mit plus 0,64 Prozent bei 22.362,55 Zählern. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 0,63 Prozent auf 27.927,58 Einheiten. Der Shanghai Composite sank dagegen um 0,70 Prozent auf 2.714,61 Punkte.

Impulsgebende Konjunkturdaten blieben am heutigen Handelstag dagegen dünn gesät. Auch gab es kaum Neues auf Unternehmensebene.

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Die japanischen Schwergewichte des Nikkei zeigten sich überwiegend höher. Die Papiere des Maschinenbauers Fanuc legten um 0,34 Prozent zu. Softbank gewannen deutlichere 1,31 Prozent. Dagegen gaben die Anteilsscheine des Modekonzerns und Uniqlo-Mutter Fast Retailing 0,72 Prozent ab.

Im Hang Seng waren die schwergewichteten Papiere des Technologieunternehmens Tencent um 2,51 Prozent nach oben geklettert. Zudem gewannen angesichts des anziehenden Ölpreises PetroChina 1,21 Prozent und China Petroleum 1,36 Prozent.

Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 0,14 Prozent auf 6.373,80 Einheiten. „Down Under“ rückten die Aktien des Breitbandanbieters TPG Telecom in den Fokus, die um mehr als 20 Prozent nach oben gesprungen waren.

TPG könnte laut Kreisen das verlustreiche Mobilfunkgeschäft des britischen Telekomkonzern Vodafone und seinem Partner CK Hutchison übernehmen. Der Breitbandanbieter gehört ebenfalls Vodafone. TPG erklärte zur Zusammenlegung, dass diese „Fusion unter Gleichen“ keineswegs sicher sei.

Die indische Börse blieb am heutigen Handelstag feiertagsbedingt geschlossen. Am Vortag war der Sensex 30 kaum verändert bei 38.285,75 Einheiten aus dem Handel gegangen. Am morgigen Donnerstag wird wieder gehandelt.


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