Los Angeles zahlt Familie eines Polizeiopfers zwei Millionen Dollar

Los Angeles (APA/AFP) - Los Angeles zahlt der Familie eines von der Polizei erschossenen Obdachlosen knapp zwei Millionen Dollar. Der Stadtr...

Los Angeles (APA/AFP) - Los Angeles zahlt der Familie eines von der Polizei erschossenen Obdachlosen knapp zwei Millionen Dollar. Der Stadtrat billigte am Dienstag eine im Mai erzielte Einigung mit den Angehörigen über eine Entschädigungszahlung in Höhe von 1,95 Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro). Der 43-jährige Kameruner war Anfang März 2015 vor seinem Zelt an einem sozialen Brennpunkt der Stadt getötet worden.

Der Fall wurde durch die Handy-Videoaufnahme eines Passanten öffentlich, Millionen sahen die Bilder im Internet, es hagelte Proteste. Der damalige Polizeichef von Los Angeles verteidigte die fünf Schüsse auf den unbewaffneten Charly „Africa“ Keunang, die Behörden lehnten eine Strafverfolgung der beteiligten Polizisten unter Verweis auf das Recht auf Selbstverteidigung ab. Im Mai verurteilte eine Gerichtsjury zwei der Beamten jedoch zu Entschädigungszahlungen.

Das Opfer litt seit langem unter psychischen Problemen. Anlass des tödlichen Polizeieinsatzes war ein Notruf wegen eines versuchten Raubs. Auf dem Video ist zu sehen, wie die Situation zwischen den Polizisten und Keunang in kürzester Zeit eskaliert. Als einer der Beamten dann eine Schusswaffe bei dem Obdachlosen auszumachen meint, fallen die Polizeischüsse. Das Geld geht an die Eltern und die Schwester des Toten.

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