Bundesheer barg Bomben in Prägraten

Kürzlich mussten Spezialisten des Österreichischen Bundesheeres nach Prägraten ausrücken. Im Umbalkees, dem Gletscher rund um den Ursprung d...

© Brunner Images

Kürzlich mussten Spezialisten des Österreichischen Bundesheeres nach Prägraten ausrücken. Im Umbalkees, dem Gletscher rund um den Ursprung der Isel, waren Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Fachleute des Entminungsdienstes flogen mit dem Bundesheer-Hubschrauber zum Gletscher hinauf.

Der Hinweis auf möglicherweise gefährliche Objekte im Eis sei von der Bergrettung gekommen, berichtet Ralf Gigacher. Er ist Pressesprecher der Militärkommandos Kärnten. „Der Trupp war an diesem Tag gerade in Kärnten im Einsatz. Deshalb ist er von uns aus gleich nach Prägraten geflogen", meint Gigacher. Gefunden wurden 40 Stück britische Brandbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Entminungsdienst barg die Kriegsrelikte und brachte sie zum Truppenübungsplatz Allentsteig. Dort werden die Bomben gesprengt.

Wie die britischen Brandbomben auf das Umbalkees gekommen sind, hängt mit der Geschichte der „Tante Ju" zusammen. Das deutsche Militärflugzeug „Junkers Ju 52" musste 1941 auf dem Gletscher notlanden. Zu diesem Zeitpunkt wurde es von den Briten beschossen, doch nicht alle Bomben explodierten. Die Blindgänger froren im ewigen Eis ein. „Aber im Lauf der Gletscherschmelze apern sie heute wieder aus", sagt Gigacher. Es gab schon früher solche Einsätze des Entminungsdienstes, und es könnten noch weitere folgen.

Das Wrack der genotlandeten Tante Ju wurde 2002 auf etwa 2750 Metern Seehöhe entdeckt. Restaurierte Teile davon befinden sich heute in einem deutschen Flugzeugmuseum. (co)

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