Bessere Versorgung für schwer kranke Kinder

Auf der Schafalm in Alpbach trafen sich am vergangenen Wochenende Experten für die bereits fünften Gesundheits-Gipfelgespräche. Michael Gnan...

© Gattinger

Auf der Schafalm in Alpbach trafen sich am vergangenen Wochenende Experten für die bereits fünften Gesundheits-Gipfelgespräche. Michael Gnant (Leiter der Universitätsklinik für Chirurgie der Medizinischen Universität Wien), der Tiroler Martin Schaffenrath (stellvertretender Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger) sowie Sonja Klima (Präsidentin der Ronald McDonald Kinderhilfe) setzten sich dabei für ein gemeinsames Thema ein: eine verbesserte onkologische Versorgung von schwer kranken Kindern. „Um gesund zu werden, brauchen schwer kranke Kinder vor allem die Nähe und Fürsorge ihrer Familie. Unser Ziel ist, dass kein schwer krankes Kind in Österreich ohne Eltern sein soll", sagte Klima.

Die Experten sprachen Studien an, die u. a. zeigen, dass die Nähe der Familienangehörigen als Teil des Therapiekonzeptes den Heilungsprozess um bis zu ein Drittel beschleunigen kann.

Gnant und Schaffenrath, die vor einem Jahr in Seiten­stett ein Manifest vorgestellt hatten, bei dem es um die zukünftige onkologische Versorgung in Österreich geht, stimmten ihr zu. Es gehe jetzt darum, erklärte Gnant, „konkrete Rahmenbedingungen und Maßnahmen zu diskutieren und zu erarbeiten". Schaffenrath erinnerte daran, dass auf der Schafalm seinerzeit das Thema Kinder-Reha diskutiert und dann Lösungen erarbeiten worden seien. Gemeinsam fordern Klima, Gnant und Schaffenrath: „Dass analog zu Deutschland auch bei uns die Krankenkassen von Eltern mit schwer kranken Kindern während der Behandlungszeit den Tagsatz von 22,50 Euro übernehmen." (TT)

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