Deutsche arbeiten im Osten länger und verdienen weniger als im Westen

Berlin (APA/dpa) - Beschäftigte in den neuen Bundesländern Deutschlands arbeiten weiterhin länger als im Westen und verdienen weniger. 2017 ...

Berlin (APA/dpa) - Beschäftigte in den neuen Bundesländern Deutschlands arbeiten weiterhin länger als im Westen und verdienen weniger. 2017 leisteten Arbeitnehmer in den alten Ländern im Schnitt 1.279 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1.346 Stunden, also 67 mehr. Zugleich lagen die Jahres-Bruttolöhne je Arbeitnehmer im Westen mit 35.084 Euro um fast 5.000 Euro höher als in den neuen Ländern (30.172 Euro).

Das geht aus Daten der Statistischen Ämter von Bund und Ländern hervor. Die Grünen verlangen nun von der Bundesregierung erheblich mehr Einsatz für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland. Dazu gehörten auch gute Arbeitszeiten und Löhne in den östlichen Bundesländern, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt der Deutschen Presse-Agentur. Es bleibe ein enormes Problem, dass für Beschäftigte in den meisten Dienstleistungs-Jobs und Kleinbetrieben keine flächendeckenden Tarifverträge gelten.

Die Linke forderte einen „Gerechtigkeitspakt für Ostdeutschland“. Darin sollten sich Unternehmer- und Arbeitnehmervertreter unter anderem verpflichten, keine Lohnabschlüsse unter dem Westniveau mehr einzugehen, sagte Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte am Mittwoch der dpa.

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