Kira Grünberg: „Anfangs schon ein Schock“

Kira Grünberg sitzt seit dem Vorjahr für die ÖVP im Nationalrat, Hermann Gahr seit fast 20 Jahren. Gestern zogen beide Bilanz über das erste...

Grünberg (l.) und Gahr: Tiroler Problemen mehr Gehör verschaffen.
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Kira Grünberg sitzt seit dem Vorjahr für die ÖVP im Nationalrat, Hermann Gahr seit fast 20 Jahren. Gestern zogen beide Bilanz über das erste gemeinsame Jahr im Hohen Haus. „Die großen Herausforderungen kommen aber erst jetzt mit der Mindestsicherung oder der Reform der Sozialversicherungen", erklärte Gahr. Bei der Mindestsicherung spricht er sich für eine einheitliche Regelung mit Spielräumen für die Länder aus. „Das Tiroler Modell kommt dem schon sehr nahe."

Für die querschnittgelähmte Grünberg war es gestern eine Premiere, doch sie sieht sich mittlerweile in der Politik angekommen. „Ich bin froh, dass ich damals so mutig war, in die Politik zu gehen." Als positiv empfindet sie, dass sie jetzt nicht nur als Mensch mit Behinderung wahrgenommen werde. In den vergangenen Monaten hat Grünberg eine Tour durch Tirol absolviert und viele Sozialvereine besucht. „Die persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung ist mir ein großes Anliegen, das ich durch Initiativen weiter forcieren möchte."

Die Affäre um das Auto, das ihr 2017 geschenkt wurde, holte Grünberg zuletzt wieder ein. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft beantragte die Aufhebung ihrer Immunität. „Das war schon ein Schock, weil ich dachte, es wäre bereits abgeschlossen." Grünberg konnte das Auto nicht kaufen und will deshalb 40.000 Euro spenden. „Außerdem werde ich alle Fragen beantworten", hofft sie auf eine Einstellung des Verfahrens.

Dass Tirol in Wien bei Maßnahmen gegen die Transitbelastung noch mehr gehört wird, bezeichnen Grünberg und Gahr ebenfalls als wichtigen politischen Auftrag. (pn)


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