US-Börsen

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Die neuesten Entwicklungen rund um ehemaligen Weggefährten von U...

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Die neuesten Entwicklungen rund um ehemaligen Weggefährten von US-Präsident Donald Trump haben die Anleger vorsichtig agieren lassen.

Der Dow Jones fiel um 0,34 Prozent auf 25.733,60 Einheiten. Der marktbreite S&P-500 verlor nur geringfügige 0,04 Prozent auf 2.861,82 Zähler zu. Der Technologieindex Nasdaq Composite hingegen gewann 0,38 Prozent auf 7.889,10 Zähler.

Ein Schuldspruch für Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort und ein Geständnis seines früheren Anwalts Michael Cohen haben den US-Präsidenten in Erklärungsnot gebracht. Cohen brachte Trump an den Rand eines Straftatverdachts und somit erstmals in ernste juristische Bedrängnis. Trump bezichtigt den Juristen der Falschaussage.

Dem Geständnis des Ex-Anwalts zufolge soll Trump an Schweigegeldzahlungen an Frauen beteiligt gewesen sein. Das Geld soll gezahlt worden sein, um Schaden vom Wahlkampf des damaligen Präsidentschaftskandidaten abzuhalten. Es wäre damit ein Wahlkampfbeitrag, der strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegt.

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Trotz des Gegenwinds haben die US-Börsen aber eine neue historische Marke erreicht. Nach Angaben des Finanzsenders CNBC ist der aktuelle Bullenmarkt bei US-Aktien mit heute 3.453 Tage alt geworden. Damit dauert er nun schon einen Tag länger als jener zwischen Oktober 1990 und März 2000 und ist laut dem Sender der längste der Geschichte. Im aktuellen Bullenmarkt ist der S&P-500 mehr als 300 Prozent gestiegen.

Das Abend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank brachte unterdessen keine Überraschungen. Die Notenbanker signalisierten darin eine weitere Leitzinserhöhung für September. Viele Mitglieder hielten eine „baldige“ Zinserhöhung für notwendig, falls sich die Wirtschaft wie erwartet entwickle, heißt es in dem Protokoll. Die anhaltend robuste Wirtschaftsentwicklung und eine Inflationsrate in der Nähe von zwei Prozent sprächen für weitere „graduelle“ Leitzinsanhebungen.

Bei den Einzelwerten zogen die Aktien der Supermarktkette Target um 3,2 Prozent an. Das Unternehmen hatte für das abgelaufene Quartal eine überraschend gute Geschäftsentwicklung gemeldet.

Unterdessen gaben Praxair-Titel um 2,1 Prozent nach. Die geplante Fusion mit dem deutschen Gasproduzenten Linde wackelt zunehmend. Wegen Bedenken der Wettbewerbsbehörden müssen die beiden Konzerne voraussichtlich mehr Unternehmensteile verkaufen als eigentlich im Zuge des Zusammenschlusses vereinbart. Nachverhandlungen sind notwendig - und das, obwohl die Zeit drängt. Spätestens am 24. Oktober soll die Fusion unter Dach und Fach sein.

Branchenseitig wurden Ölwerte besonders stark nachgefragt. Im Dow Jones notierten Exxon Mobil (plus 1,4 Prozent) und Chevron (plus 0,8 Prozent) im Spitzenfeld. Im S&P-500 zogen ConocoPhillips (plus 1,6 Prozent) und Apache (plus 1,4 Prozent) besonders deutlich an. Am späten Nachmittag war bekannt geworden, dass die Rohölbestände in den USA in der vergangenen Woche überraschend deutlich gefallen sind.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA502 2018-08-22/22:22


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