Mehr Koka-Anbau in Bolivien

La Paz (APA/dpa) - Die Koka-Anbaufläche in Bolivien ist größer geworden. Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbr...

La Paz (APA/dpa) - Die Koka-Anbaufläche in Bolivien ist größer geworden. Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) ist die Fläche 2017 um sechs Prozent auf 245 Quadratkilometer gewachsen. Das entspricht einer potenziellen Ernte von 35.500 bis 44.200 Tonnen Kokablätter, hieß es in einem UNODC-Bericht, der in La Paz vorgestellt wurde.

Davon werden 23.000 Tonnen auf Boliviens legalen Kokablättermärkten vertrieben. In Bolivien ist das Kauen der Blätter Tradition, weit verbreitet und legal. Die Regierung von Präsident Evo Morales hat die für diesen Zweck genehmigte Anbaufläche Anfang 2017 von 120 auf 220 Quadratkilometer ausgeweitet.

Kokablätter sind auch der Grundstoff für die Produktion von Kokain. Rund 72 Quadratkilometer illegaler Koka-Anbau seien 2017 vernichtet worden.

Bolivien ist nach Peru und Kolumbien weltweit der drittgrößte Kokaproduzent. Die Anbaufläche verzeichnete in Bolivien 2010 einen Höchstwert des vergangenen Jahrzehnts mit 310 Quadratkilometer. Die geringste Fläche wurde 2015 auf etwa 202 Quadratkilometer geschätzt.

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