Internationale Künstler treffen auf Brixentaler Lebensart

Mit dem Eröffnungskonzert in der barocken Pfarrkirche startet das Kammermusikfest Hopfgarten am Samstag in seine 24. Saison.

© Trinkl

Hopfgarten i. B. –Die Vorbereitungen für das Kammermusikfest laufen schon seit Monaten, gestern haben die Proben begonnen: Das kleine, aber feine Festival bietet Kammermusik auf höchstem Niveau – und internationale Künstler zum Anfassen. Für die Musiker ist es eine „entspannte” Arbeitswoche in den Bergen. Täglich stehen mehrere Proben auf dem Programm, das gesamte, individuell für das Festival entwickelte Programm wird in Hopfgarten erarbeitet.

„Es ist natürlich immer eine große Herausforderung, schließlich gibt es bei uns keine fixen Ensembles, die Künstlerinnen müssen in der Probenarbeit erst zusammenfinden”, erklärt Ramon Jaffé, der seit Beginn des Festivals als künstlerischer Leiter für die Programme verantwortlich ist. Der in Berlin lebende Cellist nützt seine Verbindungen zu Kolleginnen und Kollegen der Musikszene und so ist Hopfgarten jeden Sommer ein Treffpunkt für Musiker aus aller Welt – etablierte Musiker ebenso wie junge Talente, die beim Festival von diesem Austausch profitieren.

Ein Austausch, der auch auf privater Ebene geschieht: Jeden Abend treffen sich die Künstler beim gemeinsamen Abendessen in örtlichen Gastbetrieben, die kleine Künstlerkolonie lebt sich schnell in Hopfgarten ein und trägt ihre Eindrücke hinaus in die Welt. Heuer stehen übrigens Künstler aus Kuba, Neuseeland, Polen, Deutschland, Russland, Lettland in Hopfgarten auf der Bühne – und Johannes Gasteiger aus Kitzbühel.

„Es ist eine freundschaftliche Atmosphäre, die wir Künstler in Hopfgarten genießen können, eine positive Stimmung, die hoffentlich auch unser Publikum spüren kann”, ist Ramon Jaffé überzeugt. Es ist auch die Gelegenheit für Künstler aus aller Welt, das Brixental und Tirol kennen zu lernen – für einige ist es überhaupt der erste Kontakt mit der Bergwelt.

Für das Publikum ist es die Chance, internationale Spitzenmusiker unmittelbar und direkt zu erleben – bei Kammermusik der Extraklasse. Besucher aus ganz Tirol, aber immer mehr Urlauber, die die Verbindung von Naturerlebnis und Kultur suchen, finden sich im Publikum beim Kammermusikfest.

Die organisatorische Arbeit übernimmt der „Verein Kammermusik Hopfgarten” – von den Planungsarbeiten über die Organisation der Unterkünfte und der Proben bis hin zur Bewerbung – viel verborgene Arbeit, die im Hintergrund geschieht. „Wir sind eigentlich das ganze Jahr mit dem Kammermusikfest beschäftigt – jetzt natürlich besonders intensiv”, meint Kammermusik-Obmann Albin Ritsch.

Das heurige Motto des Festivals lautet „Meisterwerke der Kammermusik”. Alle Informationen, insbesondere zum Programm, gibt es im Internet unter www.kammermusikfest.com. (TT, mm)


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