Roppen und Imsterberg schlafen bald ruhiger

Zur verbesserten Infrastruktur mit Bahnsteigen, Kartenautomaten und Unterständen gehören auch nahtlos verschweißte Gleise.

Trassenaufbau inklusive neuer Bahnschwellen und -gleise werden in Roppen und Imsterberg für eine leisere Bahn sorgen.
© Parth

Von Thomas Parth

Roppen, Imsterberg –Die derzeitige Sperre der Arlbergstrecke mit Schienenersatzverkehr ab Ötztal-Bahnhof macht es möglich. In einem Kraftakt werden noch bis zum 3. September die gröbsten Arbeiten für neue Bahnsteige in Imsterberg und Roppen erledigt. Günter Oberhauser von der ÖBB-Infrastruktur AG weiß die Gleissperre gut zu nutzen: „Allein in Roppen kommen zwei neue, 220 Meter lange Bahnsteige, damit sie den neuen Nahverkehrsgarnituren ab 2019 gerecht werden. Im Zuge des Umbaus erneuern wir sowohl den Gleisunterbau als auch die Gleise komplett. Am Ende werden die Anschlussstellen nahtlos verschweißt, was in Summe zu einer deutlich leiseren Bahn führt.“

Günter Oberhauser liegt mit den Arbeiten voll im Zeitplan.
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Immer wieder Thema in Roppen ist die Bahnunterführung bei Ötzbruck, welche zu eng für größere Einsatzfahrzeuge ist. „Die Unterführungen am Bahnhof sowie jene bei Ötzbruck werden seit letztem Jahr mit der Gemeinde Roppen verhandelt. Wenn man hier zu einer Einigung kommt, steht einer barrierefreien zweiten Bauphase ab 2020 nichts im Weg“, so Oberhauser. Während sich in Roppen die Züge begegnen, ist die Strecke in Imsterberg eingleisig. Hier gibt es noch einen Schrankenwärter. Seine Aufgaben sollen ab Mitte 2019 von Innsbruck aus ferngesteuert erledigt werden. Auch der Bahnhof Roppen wird künftig wohl nicht mehr besetzt sein. „Bis zum 3. September wollen wir alle Bahnsteigkanten gesetzt haben“, so Oberhauser. 3,7 Millionen Euro werden investiert.


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