Zwei Jahre nach Erdbeben - Amatrice gedenkt seiner Opfer

Rom (APA) - Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien gedenken die Bewohner von Amatrice und anderer betroffener Orte morge...

Rom (APA) - Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien gedenken die Bewohner von Amatrice und anderer betroffener Orte morgen, Freitag, der Opfer. In der damals am schwersten zerstörten Stadt wird am Freitag um 3.36 Uhr, dem Zeitpunkt des Bebens vom 24. August 2016, eine Glocke 249 Mal für jedes der Todesopfer in Amatrice und der Nachbargemeinde Accumoli läuten.

Die Zeremonie am Ende eines Fackelzugs soll im Beisein der Familien und Freunde der Opfer stattfinden. Am Freitagvormittag wird dann eine Messe zelebriert, die vom Fernsehen übertragen wird. Der Freitag wird ein Trauertag in Amatrice sein.

Am 24. August vor zwei Jahren begann eine Erdbebenserie in der mittelitalienischen Region, die ganze Ortschaften verwüstete. Insgesamt 300 Menschen starben. Zehntausende wurden obdachlos. Die Schäden des Erdbebens in Mittelitalien wurden mit 23 Milliarden Euro beziffert. Das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie (INGV) bezeichnete das Erdbeben von Amatrice als das verheerendste der vergangenen 100 Jahre in Italien.

Zwei Jahre später kommt der Wiederaufbau nur schleppend voran. Alle betroffene Familie haben zwar Wohnungsmöglichkeiten erhalten. Mehrere Geschäfte, Restaurants und Schulen wurden wiedergeöffnet. Doch der Wiederaufbau des historischen Kerns Amatrices wird noch mehrere Jahre andauern.

Italien wird immer wieder von Erdbeben heimgesucht. Auf der Insel Ischia vor Neapel richtete ein Beben im August 2017 große Schäden an. Zwei Menschen starben, 42 Personen wurden verletzt. Ein Erdbeben hatte vor einer Woche die italienische Region Molise südöstlich von Rom erschüttert. Die nationale Erdbebenwarte gab die Stärke mit 5,1 an. Nur Schäden kleinen Ausmaßes wurden festgestellt.


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