Griechen spielen mehr - Experten: Mehr Glücksspiele wegen Finanzkrise

Athen (APA) - Die Griechen haben im Zuge der jahrelangen Finanzkrise mehr Geld für Glücksspiele ausgegeben. 2017 verzeichneten Casinos, Lott...

Athen (APA) - Die Griechen haben im Zuge der jahrelangen Finanzkrise mehr Geld für Glücksspiele ausgegeben. 2017 verzeichneten Casinos, Lotterie- und Wettunternehmen gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 8,7 Prozent, wie die Athener Zeitung „Kathimerini“ am Donnerstag unter Berufung auf die staatliche Kontrollbehörde berichtete.

Damit hätten die Griechen einschließlich der geschätzten Ausgaben für illegale Wettspiele mehr als 8,5 Prozent der Wirtschaftsleistung (2017: rund 187 Mrd. Euro) für Glücksspiele ausgegeben.

Psychologen erklärten das Verhalten mit einer Art Verzweiflung nach einer fast acht Jahre andauernden Krise. Viele Bürger setzten täglich kleinere Beträge ein in der Hoffnung, mit einem Glücksspiel-Gewinn die Lebenssituation verbessern zu können. Nach wie vor ist etwa jeder Fünfte in Griechenland arbeitslos.

Den größten Umsatz machte den Angaben zufolge der private Anbieter OPAP mit knapp 4 Mrd. Euro, gefolgt von Casinos (1,6 Mrd. Euro), Lotterien (458 Mio. Euro) und der Rennbahn in Athen (knapp 41 Mio. Euro). Wie die Behörde weiter mitteilte, haben die Griechen 2017 zudem 5 Mrd. Euro für Wetten von Internet-Anbietern ausgegeben. Schätzungen zufolge fließen zudem weitere 5 Mrd. Euro an illegale Online-Wettplattformen.


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