Tiroler (59) riss drei Personen mit in Gletscherspalte im Stubaital

Der Anführer der Seilschaft riss bei seinem Spaltensturz am Sulzenauferner-Gletscher drei weitere Personen mit in die Tiefe. Alle fünf wurden verletzt.

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Neustift im Stubaital – Eine ganze Seilschaft mit fünf Personen musste am Donnerstagvormittag nach einem Spaltensturz in den Stubaier Alpen mit Hubschraubern geborgen und in Krankenhäuser geflogen werden.

Ein 59-jähriger Tiroler hatte eine Gruppe von vier Gästen auf den Sulzenauferner-Gletscher in Richtung Zuckerhütl geführt. Nachdem sich alle gegen 9.45 Uhr angeseilt hatten, trat der 59-Jährige als Seilerster auf eine schneebedeckte Gletscherspalte. Der Mann brach durch die Schneedecke, stürzte mehrere Meter in die Tiefe und blieb auf einer Schneebrücke liegen. Da die drei im Seil nachfolgenden Personen den Sturz nicht halten konnten, wurden sie mit in die Tiefe gerissen. Nur der Letzte am Seil schaffte es, an der Oberfläche zu bleiben. Erst durch die Unterstützung einer nachkommenden Gruppe konnten alle vier Gestürzten aus der Spalte geborgen werden.

Alle fünf Mitglieder der Seilschaft wurden bei dem Unfall verletzt. Vier wurden mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus Zams gebracht. Der fünfte der Gruppe, ein 61-jähriger Deutscher, wurde mit dem Polizeihubschrauber „Libelle“ ins Tal geflogen. Der genaue Unfallhergang ist vorerst noch Gegenstand von Ermittlungen, hieß es. (TT.com)


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