Zukunft von EU-Mission „Sophia“ hängt in der Schwebe

Berlin (APA/Reuters) - Die Zukunft der EU-Marinemission „Sophia“ hängt weiter in der Schwebe. Entgegen früheren Erwartungen steht das Thema ...

Berlin (APA/Reuters) - Die Zukunft der EU-Marinemission „Sophia“ hängt weiter in der Schwebe. Entgegen früheren Erwartungen steht das Thema nicht auf der Tagesordnung eines Treffens der EU-Verteidigungsminister am kommenden Mittwoch und Donnerstag in Wien. Dies ergibt sich aus einer Unterrichtung des Parlaments in Berlin durch das deutsche Verteidigungsministerium, die Reuters am Donnerstag vorlag.

Die Zahl der durch die internationalen Kriegsschiffe im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge und Migranten ist in den vergangenen Monaten stark gesunken. Experten führen dies darauf zurück, dass die Schiffe vor allem in Gebieten patrouillierten, wo keine Flüchtlingsboote zu erwarten seien. Die Einsatzorte werden den Kriegsschiffen durch die italienische Operationsführung zugeteilt.

Die rechts-populistische Regierung in Rom fährt einen harten Kurs gegen Flüchtlinge und Migranten, die das Land über die sogenannte Mittelmeerroute von Libyen aus erreichen wollen. In den vergangenen Wochen verweigerte sie immer wieder Schiffen mit aus Seenot geretteten Menschen an Bord so lange die Einfahrt in italienische Häfen, bis sich andere europäische Staaten zur Aufnahme der Flüchtlinge und Migranten bereit erklärten.

Mit Blick auf die Marinemission hat Italien der EU nach Angaben aus EU-Kreisen eine Frist bis zum 31. August gesetzt, um sich über das künftige Prozedere zur Verteilung der geretteten Menschen zu einigen. Bisher ist dies nicht geschehen.

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