AK präsentierte dritte Auflage von „Das Burgenland in Zahlen“

Wien/Eisenstadt (APA) - Die Arbeiterkammer Burgenland hat die dritte Auflage des Daten-Sammelwerks „Das Burgenland in Zahlen“ präsentiert. E...

Wien/Eisenstadt (APA) - Die Arbeiterkammer Burgenland hat die dritte Auflage des Daten-Sammelwerks „Das Burgenland in Zahlen“ präsentiert. Expertinnen haben darin Daten der Statistik Austria, der burgenländischen Landesregierung sowie des Landesschulrats, des Hauptverbands und der Fachhochschule Burgenland zusammengetragen, interpretiert und grafisch aufbereitet, so AK-Präsident Gerhard Michalitsch am Freitag.

Das Werk soll eine gute und anschauliche Grundlage für all jene sein, die damit arbeiten wollen und müssen. Dazu zählen etwa Interessensvertreter, Schulen, politische Parteien und Behörden, für die das Werk auch Grundlage für Entscheidungen sei, erläuterte Michalitsch. Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden können, habe man allerdings dem Leser überlassen. „Unser Ziel ist es, in Zeiten von ‚Fake News‘ Fakten zu liefern.“

In der nun dritten Auflage habe man einige Dinge festgestellt, die mehr oder weniger überraschend seien. Wenig überraschend sei laut Michalitsch vermutlich, „wenn ich sage, der Bezirk Eisenstadt oder Bezirk Neusiedl sind die bevölkerungsstärksten Bezirke. Es überrascht dann aber vielleicht wenn man draufkommt, dass der Bezirk Oberwart der wichtigste Bezirk wenn es um Ausbildung, wenn es um Schulen geht, ist - und nicht die bevölkerungsstärksten Bezirke. Das ist auch der Bezirk, der die meisten Lehrlinge aufweist“.

Aus dem Werk geht außerdem beispielsweise hervor, dass sowohl Männer als auch Frauen im Burgenland von der sinkenden Arbeitslosigkeit profitieren. Die Zahl der arbeitslosen Männer sank 2017 laut AK um 7,1 Prozent, die Zahl der arbeitslosen Frauen um 6,3 Prozent. „Dennoch bleibt die Situation für Frauen schwierig, nicht nur am Arbeitsmarkt und aufgrund der nach wie vor bestehenden Einkommensunterschiede“, berichtete AK-Expertin und Studienautorin Gabi Tremmel-Yakali. „Dreimal so viele Frauen wie Männer beziehen im Burgenland Mindestsicherung und nur 66,2 Prozent der Kinderbetreuungseinrichtungen bieten Mittagessen an“, so Tremmel-Yakali.

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„Das Burgenland in Zahlen“ wird u.a. an höhere Schulen verschickt und ist ein „gern verwendetes Unterrichtsmaterial“, sagte Michalitsch. Zusätzlich zur Broschüre bietet die AK Burgenland Schulen kostenlose Workshops über das Erstellen einer wissenschaftlichen oder vorwissenschaftlichen Arbeit an.

~ WEB http://www.arbeiterkammer.at ~ APA179 2018-08-24/10:56


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