Gurgltalradweg wird 2019 rennradtauglich

Der Gurgltalradweg wird im kommenden Frühjahr asphaltiert. Die Arbeiten zur Renaturierung des Gurglbachs stehen bevor.

TVB-Geschäftsführer Thomas Köhle, Daniel Schöpf, BM Herbert Kröll, LHStv. Josef Geisler, BM Rudolf Köll und Hannes Staggl (v. l.) bei der Besichtigung.
© Reichle

Von Matthias Reichle

Nassereith, Tarrenz – „Lässiger Weg“: Josef Haslwante­r war mit seinem Einrad unterwegs, als er gestern zur Baustellenbesichtigung stieß. Imst Tourismus hatte LHStv. Josef Geisler eingeladen, um den neuen Gurgltalradweg in Augenschein zu nehmen. Der erste Eindruck des unabhängigen – weil überraschend dazugestoßenen – Radlers fiel positiv aus.

Dabei ist das Projekt noch gar nicht abgeschlossen. „Die Arbeiten sind aber so gut wie fertig“, betonte der Geschäftsführer des Imst Tourismus, Thomas Köhle. Der Fertigstellungstermin konnte allerdings nicht eingehalten werden. „Geplant war, im August zu eröffnen.“ Nun habe man die Asphaltierungsarbeiten auf das kommende Frühjahr verlegt, man habe Setzungen im Boden befürchtet. Rechtzeitig zum Beginn der Radsaison, noch vor dem 30. April 2019, soll das Projekt dann endgültig abgeschlossen werden, versprach TVB-Obmann Hanne­s Staggl .

TVB-Geschäftsführer Thomas Köhle, Daniel Schöpf, BM Herbert Kröll, LHStv. Josef Geisler, BM Rudolf Köll und Hannes Staggl (v. l.) bei der Besichtigung.
© Reichle

Der 3,5 Meter breite Radweg folgt der Mieminger Bundesstraße von Nassereith zum Drivingvillage, dort dreht er nach links ab und führt in der Talmitte. Das 2,5 Kilometer lange TVB-Projekt wird über eine Million Euro kosten, die zum Großteil das Land trägt, aber auch Tigas und Tinetz, die ihr­e Leitungen verlegen, zahlen mit. „Ich glaube, dass viele Einheimische und Gäste eine große Gaudi haben werden“, betonte TVB-Obmann Staggl. Asphaltiert wird der Radweg, damit auch Rennradler dort unterwegs sein können. Die Bundesstraße wird dann aus Sicherheitsgründen für sie tabu sein. Gleichzeitig können auch die Einsatzkräfte bei den regelmäßig wiederkehrenden Staus während des Urlauberwechsels die Straße als Notweg nutzen.

Nächstes Ziel ist es, den Radweg über den Holzleitensattel bis nach Mötz weiterzuführen, um so den Tschirgant zu umrunden, erklärte der Nassereither Bürgermeister Herbert Kröll. Und auch in Imst wird schon an den nächsten Radwegprojekten getüftelt, wie Köhle ergänzt. Dabei soll die Verbindung vom Gurgltal und dem Inntalradweg optimiert werden. Für die Radler, die derzeit noch auf der Fabriksstraße bei Holz Pfeifer unterwegs sind, wird dafür ein Radweg vom Gasthof Neuner bis zur Obstpresse gegraben. „Die Planungen dafür sind fast fertig“, so Köhle

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Noch diesen Herbst starten außerdem die Arbeiten zur Revitalisierung des Gurglbachs. Dessen Bett, das über weite Strecken mit dem Lineal gezogen wurde, wird ausgeweitet. Der Bescheid dürfte in den nächsten Tagen eintreffen. Das Projekt des Landes kostet 1,8 Mio. Euro.


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