Christian Mayer wird Manager des Grazer „Kulturjahres 2020“

Graz (APA) - Christian Mayer ist von der Stadt Graz als Manager für das „Kulturjahr 2020“ ausgewählt worden. Der Wissenschafter war in den v...

Graz (APA) - Christian Mayer ist von der Stadt Graz als Manager für das „Kulturjahr 2020“ ausgewählt worden. Der Wissenschafter war in den vergangenen Jahren an der Kunstuniversität Graz tätig und soll zusammen mit dem Programmbeirat die „Identität des Kulturjahres“ prägen, teilte am Freitag Kulturstadtrat Günter Riegler (ÖVP) in einer Aussendung mit.

Der Kulturmanager soll die thematische Vorgabe der Stadt „verdichten und für den Call bündeln“. Mitte September werde er seine Tätigkeit aufnehmen. Mayer wurde aus einem Kreis von 45 Bewerbern aus ganz Österreich ausgewählt. „Das Anliegen des Kulturjahres 2020 zielt auf einen Kulturbegriff des sozialen Miteinanders, sowie des urbanen Lebens und Wandels ab. Dies künstlerisch zu untersuchen, dabei den Grazer selbst eine Stimme zu verleihen und dadurch weitere neue Modelle zu entwickeln, kulturelle Segregation zu überwinden, könnte der große nachhaltige Gewinn eines solchen Kulturjahres sein“, erklärte der neue Manager.

Mayer verknüpfe aufgrund seiner Ausbildung - Studium der Philologie, Soziologie und Theaterwissenschaft - und seiner beruflichen Laufbahn die Bereiche Kunst, Kultur und Wissenschaft. Riegler meinte: „Er hat in seiner bisherigen Arbeit stets Schnittstellen zu verschiedenen Kunstgenres und in soziale Arbeitsfelder hinein berücksichtigt und wird deshalb die Vernetzung mit Projektantragsstellern genauso gut moderieren und leiten wie die kuratorische Arbeit innerhalb des Programmbeirats.“

Dieses Gremium soll durch Beurteilung und Auswahl der eingereichten Projekte die Qualität und Struktur des „Kulturjahres 2020“ gestalten. Folgende Mitglieder sind für den Programmbeirat ausgewählt worden: Mark Blaschitz, Professor für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen in der Fachgruppe Architektur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Annette Knoch, Leiterin des Literaturverlags Droschl, Günter Koberg, Leiter der Baukultur des Landes Steiermark, Monika Pessler, Direktorin des Sigmund Freud Museums, Bettina Steindl, Projektleiterin der „Kultur Perspektiven 2024“, Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor des MAK in Wien sowie Darrel Toulon, Ex-Ballettdirektor der Oper Graz.

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Das Kulturjahr 2020 werde bewusst mit einer schlanken organisatorischen Struktur vorbereitet und durchgeführt. Dem Kulturmanager, der im Kulturamt der Stadt Graz über eine befristete Anstellung verfüge und sein Büro ebenfalls im Kulturamt in der Stigergasse 2 bezieht, stehe ein weiteres Vollzeitäquivalent für einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin zur Verfügung, hieß es in der Aussendung.

In den kommenden Wochen sollen sämtliche Vorbereitungen für die Arbeitsphase getroffen werden: Neben der detaillierten Ausarbeitung des künstlerischen Calls wird besonderes Augenmerk auf die Kommunikation mit der Grazer Kulturszene und der Grazer Bevölkerung gelegt. Der Programmbeirat wird in Kürze von Mayer zur konstituierenden Sitzung eingeladen. Insgesamt verfügt man über ein Budget von fünf Mio. Euro, in dem auch die Kosten für das Marketing enthalten sind.


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