Leitbörsen in Fernost schließen ohne klare Richtung

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag ohne klare Richtung tendiert. Das zentrale Thema blieb nach wie vor der Handelsstre...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag ohne klare Richtung tendiert. Das zentrale Thema blieb nach wie vor der Handelsstreit zwischen den USA und China. Zudem rückten japanische Verbraucherpreise in den Fokus.

Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 0,85 Prozent auf 22.601,77 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor dagegen 0,43 Prozent auf 27.671,87 Einheiten. Der Shanghai Composite stieg wiederum um 0,18 Prozent auf 2.729,43 Punkte.

Zwar erzielten die Peking und Washington in ihren jüngsten Verhandlungen anscheinend noch keinen Durchbruch, doch seien die Gespräche „ehrlich und konstruktiv“ verlaufen, teilte das chinesische Handelsministerium mit. Dies lasse hoffen, hieß es unter Börsianern, zumal beide Seiten für eine künftige Übereinkunft in Kontakt zu bleiben wollen. Anleger reagierten daher erleichtert.

In Japan rückten Verbraucherdaten in den Fokus. Die Inflation sei im Juli ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Nahrungsmittelpreise um 0,8 Prozent gestiegen, gaben japanische Behörden bekannt. Der aufs Jahr hochgerechnete Preisanstieg lag auf dem gleichen Niveau wie im Juni. Damit befindet sich die Teuerung weit unterm Ziel der Zentralbank von 2 Prozent.

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Am Devisenmarkt tendierte der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar schwächer. Damit dürften Werte exportorientierter, in Tokio notierter Unternehmen gestützt worden sein. Sony und Toyota verbuchten Aufschläge von jeweils 1,19 Prozent und 0,41 Prozent.

Die Schwergewichte des japanischen Leitindex zeigten sich überwiegend höher. Die Papiere der Softbank gewannen 2,50 Prozent. Die Aktien der des Modekonzern Fast Retailing stiegen um 1,80 Prozent.

In Hongkong verloren die schwergewichteten Papiere des Internetkonzerns Tencent 1,39 Prozent. Auch HSBC reduzierten sich, jedoch um geringere 0,36 Prozent. An der Spitze des Hang Seng Index gewannen China National Offshore Oil (CNOOC) klare 3,89 Prozent. Steigende Rohstoffpreise dürften die Papiere des Mineralölriesen gestützt haben.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich schwächer. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 38.251,80 Zählern mit minus 0,22 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um geringere 0,04 Prozent auf 6.357,90 Einheiten.


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