Kunsthalle Zürich spannt den Bogen von der Kunst zur Wissenschaft

Zürich (APA/sda) - Kunst einmal anders: In den kommenden zwei Monaten präsentieren Forschende der Universität Zürich ihre Arbeiten in der Ku...

Zürich (APA/sda) - Kunst einmal anders: In den kommenden zwei Monaten präsentieren Forschende der Universität Zürich ihre Arbeiten in der Kunsthalle Zürich. Die Ausstellung „100 Ways of Thinking“ spannt den Bogen von der Wissenschaft zur Kunst.

Die gemeinsam von der Universität Zürich und der Kunsthalle kuratierte Ausstellung zeigt 100 Wege und Formen des Denkens, wie es in einer Mitteilung der Universität vom Freitag heißt. Sie ist gleichzeitig auch Plattform für rund 100 Vorträge, Performances, Seminare, Podien und Konzerte.

Wie funktioniert das Denken? Ist Musizieren eine Form des Denkens? Warum können Computer keine Witze erfinden? Solchen und anderen Fragen geht das Wissensfestival vom Samstag , 25. August bis am 4. November nach. Die Kunsthalle wird so temporär zur Universität. Sie ist in dieser Zeit gleichzeitig Begegnungsstätte und Laboratorium.

Im Zentrum stehen Projekte aus den verschiedensten Wissensgebieten. Von der Rechtswissenschaft, über Musik und Medizin, von der Wirtschaft über Literatur bis zur Psychologie - für einmal setzen sich die Wissenschafter mit der Perspektive der Kunst auseinander.

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Die Ausstellung thematisiert unter anderem technische Verfahren. Diese ließen die Forschung etwa tiefer in die Zellstrukturen des Lebens blicken - wie in den Laboren der Hirnforscher, heßst es in der Mitteilung. Mit den Astrophysikern kann derweil in den Weltraum geschaut werden. Und eine Immunologin verarbeitet Messwerte von Millionen von Zellen zu einem großen Punkte-Diagramm.

Beantwortet werden sollen aber auch Fragen nach der Rolle der Technik bei der Herstellung von Bildern oder weshalb das Denken nicht ohne Sprache und Bilder auskommt. In einigen Projekten arbeiten Wissenschafter und Künstler auch gleich zusammen, wenn etwa ein Neurologe Augenbewegungen aufzeichnet, welche die Künstlerin dann zu einer dadaistischen Performance umwandelt.

„100 Ways of Thinking“ wird am Freitagabend um 18 Uhr eröffnet. Die Ausstellung wurde von Katharina Weikl von Graduate Campus der Universität Zürich zusammen mit Daniel Baumann von der Kunsthalle Zürich kuratiert.


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