Polizistin stillt verwahrlostes Baby - und wird befördert

Mit einer rührenden Geste hat sich eine argentinische Polizistin um ein verwahrlostes Baby gekümmert, als wäre es ihr eigenes.

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Die Politistin nahm das fremde Baby ohne zu zögern an die Brust.
© Facebook/ Marcos Heredia

Buenos Aires — Ein Akt der Menschlichkeit hat einer argentinischen Polizistin eine Beförderung beschert. Celeste Ayala war Teil eines Teams von sechs Polizeibeamten, das vergangene Woche in der Stadt La Plata nahe der Hauptstadt Buenos Aires sechs Geschwister in staatliche Obhut nahm. Die Behörden hatten die Kinder ihren Eltern abgenommen, da sie sich in einem trostlosen Zustand befanden und nicht ausreichend versorgt wurden, wie unter anderem die New York Times berichtet. Bevor die Kinder in ein Heim gebracht wurden, wurden sie im Krankenhaus untersucht.

Das jüngste von ihnen, ein etwa sieben Monate alter Bub, weinte bitterlich und ließ sich trotz der Bemühungen der Ärzte nicht beruhigen. Ayala, selbst Mutter einer 16 Monate alten Tochter, fasste sich ein Herz und bat das Krankenhaus-Personal um Erlaubnis, das fremde Kind stillen zu dürfen. "Die Kinderärzte sagten, das Baby stinke und sei verwahrlost", erzählte die Polizistin später in der argentinischen Fernsehsendung "Cronica". Sie habe jedoch keine Sekunde gezögert, so Ayala: "Ich habe meine Brust herausgeholt und er beruhigte sich. Er hat mich sogar gestreichelt."

Gerührter Kollege postete Foto

Marcos Heredia, ein gerührter Kollege der Polizistin, machte ein Foto von Ayala mit dem fremden Baby an der Brust und postete es auf Facebook. "Ich möchte diese liebevolle Geste öffentlich machen", schrieb Heredia unter das Foto. "Du hast dich ohne zu zögern wie eine Mutter um dieses Baby gekümmert, obwohl du es nicht kanntest. So etwas sieht man nicht jeden Tag." Der Facebook-Eintrag ging viral — und eine kleine Geste der Menschlichkeit machte internationale Schlagzeilen.

Ayala wurde vergangene Woche für ihren beherzten Einsatz belohnt: Der Sicherheitsminister der Provinz Buenos Aires beförderte die Polizistin zum Sergeant. (TT.com)

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