Petro Welt: Sind durch neuen Kreditvertrag finanziell flexibler

Wien (APA) - Die börsennotierte Petro Welt (früher C.A.T. oil), die im ersten Halbjahr deutliche Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen musste...

Wien (APA) - Die börsennotierte Petro Welt (früher C.A.T. oil), die im ersten Halbjahr deutliche Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen musste, sieht sich durch eine im Juli erfolgte Anpassung ihrer Darlehen - mit einem niedrigeren Zinssatz als bisher - finanziell flexibler. Moody‘s habe festgestellt, dass der Cashflow weiter ausreiche, um alle finanziellen Verbindlichkeiten samt Schuldendienst zu decken.

Die Kreditverlängerung werde die Liquidität, die finanzielle Flexibilität und das positive Kredit-Rating laut Moody‘s stärker, betonte Petro Welt am Freitagnachmittag in einer Aussendung. Der am 11. Juli unterzeichnete Anpassungsvertrag zum Darlehen in Höhe von 100 Mio. Euro - den das Unternehmen an sich schon im Halbjahresbericht erwähnt hatte - sehe eine Verzinsung von 3,42 Prozent über dem 6-Monats-Euribor vor (bisher 4,00 Prozent) sowie eine Verlängerung der Laufzeit bis Ende 2022. Petro Welt habe keine Schulden, die in den nächsten vier Jahren fällig würden. Das stärke die Möglichkeit des Konzerns, das Working Capital zu steuern und die Liquidität zu sichern.

Trotz des am Dienstag dieser Woche berichteten Halbjahres-Umsatzrückgangs um 12,1 Prozent auf 154,4 Mio. Euro durch den unerwarteten Widerruf schon vertraglich fixierter Mengen mehrerer wichtiger Kunden im Mai und Juni und einer entsprechenden Aktualisierung der Umsatzerwartung von 340 Mio. auf 313 Mio. Euro fürs Gesamtjahr 2018 stelle Moody‘s fest, dass Petro Welt weiter einen starken Cashflow generieren könne, der ausreiche, alle Finanzverbindlichkeiten samt Schuldendienst zu decken.

Die verfügbare Liquiditätsposition aus flüssigen Mitteln und Bankeinlagen sei im Halbjahr um 4,5 Prozent gestiegen und habe sich Ende Juni auf 140,5 Mio. Euro belaufen, erklärte Petro Welt am Freitag - gegenüber 134,4 Mio. Euro Ende 2017.

Das operative Ergebnis brach im Halbjahr wie berichtet um 27,5 Prozent auf 12,1 Mio. Euro ein. Unterm Strich blieben 9,7 Mio. Euro (-41,9 Prozent) Konzernergebnis. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 13,9 Mio. Euro um 27,2 Prozent unter dem Vorjahresvergleich. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit habe sich aber „dank konsequenter Optimierungsmaßnahmen“ auf 27,5 Mio. Euro fast verdoppelt. Für die Konzern-EBITDA-Marge wird für 2018 ein leichter Rückgang auf ein Niveau zwischen 21 und 22 Prozent erwartet.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag im Halbjahr bei 3.222, um 5,0 Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert (3.392).

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