Verdi will sich neu aufstellen und Struktur verschlanken

Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will sich neu aufstellen und dabei ihre Struktur verschlanken. Geplant sei...

Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will sich neu aufstellen und dabei ihre Struktur verschlanken. Geplant sei eine Bündelung der bisher 13 Fachbereiche zu fünf Einheiten, berichteten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ in ihren Wochenendausgaben.

„Von größeren Fachbereichen versprechen wir uns mehr Durchschlagskraft in der Tarifpolitik“, sagte der baden-württembergische Verdi-Landesbezirksleiter Martin Gross den Zeitungen. Das betreffe nicht nur den öffentlichen Dienst sondern auch kleine, regionale Runden.

Eine endgültige Entscheidung über die neue Struktur soll den Zeitungen zufolge der Verdi-Bundeskongress Ende September kommenden Jahres in Leipzig treffen. Weiter offen ist derzeit, wer künftig auf Verdi-Chef Frank Bsirske folgen soll. Er ist seit 2001 auf dem Posten und damit der dienstälteste deutsche Gewerkschaftschef. Im September kommenden Jahres wird der dann 67-jährige Bsirske abtreten. Das Rennen um seine Nachfolge sei zuletzt „offener geworden“, sagte Gross den Zeitungen.

Derzeit führten alle Landesbezirksleitungen Gespräche mit der Vorsitzenden des Gewerkschaftsrats, Monika Brandl. Sie leitet eine Findungskommission für den künftigen Verdi-Vorsitz. Anfang November soll das Präsidium des Gewerkschaftsrats einen Vorschlag der Findungskommission bewerten, wie „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ berichteten.

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