Wiener Rentenmarkt nach Rede von Fed-Chef geringfügig leichter

Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat sich am Freitagnachmittag im Anschluss an die Rede von Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank (Fed...

Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat sich am Freitagnachmittag im Anschluss an die Rede von Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank (Fed), mit geringfügigen Abschlägen gegenüber dem Vormittagsniveau gezeigt. Der deutsche Euro-Bund-Future gab ebenfalls nach und rutschte kurzzeitig auf sein bisheriges Tagestief, konnte sich aber schnell wieder erholen.

Powell hat sich ungeachtet der Kritik von Präsident Donald Trump für weitere behutsame Zinserhöhungen ausgesprochen. Die Wirtschaft zeige sich stark und die Inflation liege nahe beim Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank, sagte Powell auf der Notenbank-Konferenz in Jackson Hole.

„Wenn das starke Wachstum bei Einkommen und Arbeitsplätzen anhält, werden weitere graduelle Anhebungen der Zielspanne für die Leitzinsen wahrscheinlich angemessen sein.“ Trump hatte vor wenigen Tagen in einem Reuters-Interview den Zinskurs der Fed ungewöhnlich offen attackiert.

In der nächsten Woche bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China weiterhin im Blickpunkt der Märkte. Die Gespräche mit den USA hatte China zuletzt als „konstruktiv“ bezeichnet, aber in welche Richtung es weitergeht, ist dennoch offen. „Das kann entweder in einer weiteren Eskalationsstufe mit Importzöllen für China auf Einfuhren bis 200 Mrd. US-Dollar oder im besten Fall mit einer Rücknahme der nun bestehenden Zölle enden. Nichts scheint mit US-Präsident Trump unmöglich“, meinen die Rentenexperten der Helaba in ihrem Wochenausblick.

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Um 16.25 Uhr notierte die Leitemission am europäischen Rentenmarkt, der deutsche Euro-Bund Future mit September-Termin, mit 163,03 um 10 Basispunkte unter dem Schluss-Stand vom Vortag (163,13). Heute Früh notierte der Rentenfuture mit 163,12. Das Tageshoch lag bisher bei 163,16, das Tagestief bei 162,80, die Tagesbandbreite umfasst damit bisher 36 Basispunkte. In Frankfurt wurden bisher etwa 352.199 September-Kontrakte gehandelt.

Die Rendite der 30-jährigen heimischen Bundesanleihe lag am Nachmittag bei 1,36 (zuletzt: 1,36) Prozent, die der zehnjährigen Benchmark-Anleihe bei 0,56 (0,56) Prozent, jene der fünfjährigen bei -0,09 (-0,08) Prozent und die Rendite der zweijährigen Emission betrug -0,51 (-0,51) Prozent.

Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Benchmark-Anleihe betrug für die 30-jährige Bundesanleihe am Nachmittag 36 (zuletzt: 36) Basispunkte. Die zehnjährige Referenz-Bundesanleihe lag 28 (28) Basispunkte über der deutschen Zinskurve. Für die fünfjährige errechnet sich ein Rendite-Abstand von 21 (22) Basispunkten und für die zweijährige ein Aufschlag von 14 (13) Punkten gegenüber der vergleichbaren deutschen Anleihe.

Börsenkurse und Interbankhandel-Taxen von ausgewählten Benchmark-Anleihen:

~ Emission LZ Kupon Handel --- Rendite Kurs Börse --- -- --- Geld Brief heute zuletzt Bund 47/02 30 1,50 103,20 103,76 1,36 103,56 103,56 Bund 28/01 10 0,75 101,74 101,81 0,56 101,83 101,79 Bund 23/03 5 0,00 100,43 100,63 -0,09 100,50 100,48 Bund 20/01 2 3,90 108,34 108,44 -0,51 108,38 108,43 ~


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