Schweizer Sopranistin Lys gewann Cesti-Wettbewerb in Innsbruck

Innsbruck (APA) - Die Schweizer Sopranistin Marie Lys hat am Freitagabend den Cesti-Wettbewerb der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik fü...

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Innsbruck (APA) - Die Schweizer Sopranistin Marie Lys hat am Freitagabend den Cesti-Wettbewerb der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik für sich entschieden. Sie setzte sich gegen den kanadischen Countertenor Cameron Shahbazi auf Platz 2 sowie Kathrin Hottiger (Schweiz) und Mariamielle Lamagat (Frankreich) durch, die beide auf Platz 3 landeten. Juryvorsitzender Michael Fichtenholz zeigte sich begeistert.

Die 30-jährige Lys überzeugte die Jury mit der Darbietung von zwei Händel-Arien, gab das Festival am Samstag bekannt. Zwei Sonderpreise gingen an die Sopranistin Theresa Pilsl aus Deutschland, mit dem Nachwuchspreis wurde der französische Countertenor William Howard Shelton ausgezeichnet. Damit eroberten bei der neunten Austragung des Cesti-Wettbewerbs gleich vier Sopranistinnen Preise.

Zum Wettbewerb meldeten sich über 200 Teilnehmer, nach einer Vorauswahl traten 74 Kandidaten aus 26 Ländern zum Wettsingen in Innsbruck an. Das Finale im Tiroler Landeskonservatorium wurde von zwölf Sängerinnen und Sängern bestritten.

„Die jungen Sänger werden immer selbstbewusster, motivierter und informierter im Bereich Barockoper. Die Werke von Cesti, Cavalli, Vivaldi, Händel, Vinci und Pergolesi sind nicht mehr die Zwischenstationen auf dem Weg zum Standard-Repertoire, sie haben für die junge Sängergeneration ihren eigenen, sehr hohen Stellenwert. Wir erleben ein neues goldenes Zeitalter des Barockgesangs“, befand Fichtenholz. Auch Festwochen-Intendant Alessandro De Marchi, der den Wettbewerb 2010 ins Leben gerufen hat, lobte das hohe Niveau der jungen Sänger.

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