US-Neonazi-Gruppe AWD gründet Ableger in Deutschland

Die Gruppe wurde 2015 im Süden der USA gegründet und soll rund 80 Anhänger haben. Ihr Ziel: „Gewalt und Töten“.

Mitglieder des Ku Klux Klan und anderer rechtsextremer Gruppen bei einer Demonstration in Charlottesville, Virginia am 8. Juli 2017.
© AFP

Berlin, Washington – Neonazis planen laut Spiegel in Deutschland einen Ableger einer in den USA aktiven Rechtsextremengruppe mit dem deutschsprachigen Namen „Atomwaffen Division“ (AWD). „Wir werden Männer wieder dazu bringen, Gewalt auszuüben, und zwar möglichst viele Männer und Gewalt von möglichst hoher Qualität“, zitierte das Magazin aus einem internen Schreiben der Gruppe.

„Gewalt und Töten“ gehören demnach neben „Propaganda“ zu den Zielen der Neonazis.

Dem Bericht zufolge werden AWD-Anhängern in den USA fünf Morde angelastet. Mindestens ein deutscher AWD-Anhänger soll in den USA an einem „Hate Camp“ teilgenommen haben, so der Spiegel. Die AWD wurde im Jahr 2015 im Süden der USA gegründet und soll rund 80 Anhänger haben.

Im Juli antwortete die deutsche Bundesregierung auf eine Linken-Anfrage zu der Gruppe, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei der AWD in Deutschland um eine terroristische Vereinigung handele. Die Linke verweist in ihrer Anfrage darauf, dass Anfang Juni auf einer Internetseite in den USA ein Video mit dem Titel „AWD Deutschland. Die Messer werden schon gewetzt“ veröffentlicht worden sei. Das Video beginnt demnach mit den Worten „Der Nationalsozialismus lebt“. (APA/AFP)

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