TT-Interview

Wildtierfotograf Julian Rad: Mehr als schlichtes Ablichten

Julian Rads Beruf erfordert vor allem eines: Geduld. Der Wildtierfotograf liegt oft stundenlang in der Wiese, um seine „Models“ im natürlichen Lebensraum abzulichten. Die Mühe lohnt sich.

Ob Fuchs, Marienkäfer, Eichhörnchen oder Hamster – Julian Rad muss sich oft tagelang Zeit nehmen, bis sich der optimale Moment für seine Bilder ergibt.
© Julian Rad

Von Judith Sam

Die Models, die Julian Rad fotografiert, sind mitunter zickig. Sie verlangen zwar weder Catering noch Sicherheitspersonal, aber sie neigen dazu, sich zu verspäten. Der Feldhamster, den der Wiener kürzlich fotografieren wollte, kam etwa mit einer Stunde Verspätung zum „Fotoshooting“-Termin. „Ich bin es gewohnt, dass er pünktlich aus seiner Höhle kommt“, erinnert sich der Wildtierfotograf an den Abend, als er nahe der Donau in der Wiese lag und wartete. „Auf einmal spürte ich etwas auf meinem Bein, drehte meinen Kopf herum und sah den Feldhamster, der auf mein Bein geklettert war und es sich dort gemütlich gemacht hatte. So etwas habe ich noch nie erlebt, und nicht nur ich schaute verdutzt, sondern auch der Hamster. Scheinbar war er aus seinem anderen Loch rausgekommen, denn diese Tiere haben zwei Eingänge, die in ihren Bau führen“, erzählt der 27-Jährige, der am liebs­ten Füchse, Vögel, Feldhamster und Ziesel in Szene setzt.

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