US-Senator McCain piesackte die Schweiz im Steuerstreit

Washington/Bern (APA/sda) - Der verstorbene angesehene US-Senator John McCain dürfte in der Schweizer Politik vor allem wegen seines Engagem...

Washington/Bern (APA/sda) - Der verstorbene angesehene US-Senator John McCain dürfte in der Schweizer Politik vor allem wegen seines Engagements im Steuerstreit gegen Banken und Steuersünder in Erinnerung bleiben. Der Republikaner wollte den Kooperationswillen der Schweizer testen.

McCain verantwortete zusammen mit seinem damaligen demokratischen Parlamentskollegen Carl Levin 2014 einen 200-seitigen Bericht eines Senatsausschusses zum Steuerstreit. Darin macht er der Schweizer Bank Credit Suisse happige Vorwürfe. Die Bank habe US-Kunden aktiv bei der Steuerhinterziehung geholfen. Er ließ den damaligen CS-Chef Brady Dougan und drei seiner Mitarbeiter zu einer Anhörung antraben.

Im Nachgang dazu verlangten McCain und Levin vom US-Justizministerium ein härteres Vorgehen gegen die Schweiz. Die als Feinde aller Steueroasen profilierten Politiker forderten, die Justizbehörden müssten von der Schweiz sogar die Auslieferung beschuldigter Schweizer Bürger verlangen. „Die Idee, dass die Schweiz in der Steuerfrage mit den USA kooperiert, ist ein Witz,“ sagte McCain.


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