Deutscher Finanzminister fordert längere Anstellung älterer

Berlin (APA/AFP) - Im Streit um die Rentenpolitik hat der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Einstellungspraxis der Wirtschaft be...

Berlin (APA/AFP) - Im Streit um die Rentenpolitik hat der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Einstellungspraxis der Wirtschaft bei älteren Menschen gerügt. „Die Unternehmen müssen endlich Arbeitnehmer länger beschäftigen“, sagte Scholz der „Bild am Sonntag“. Wer heute mit 57 oder 61 Jahren seine Stelle verliere, habe wenig Aussicht, etwas Vergleichbares angeboten zu bekommen.

„Wir erwarten von den Arbeitgebern, ihre Einstellungspraxis zu ändern“, sagte Scholz. Eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus lehnt der SPD-Politiker ab. „Ein höheres Renteneintrittsalter bedeutet in Wahrheit eine Kürzung der Renten. Das ist mit der SPD nicht zu machen“, sagte der Vizekanzler. Das hatte zuvor auch SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles betont.

In einer Emnid-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ sprechen sich 90 Prozent der Befragten dafür aus, das Renteneintrittsalter nicht über 67 Jahre hinaus zu erhöhen. Lediglich acht Prozent sind demnach dafür. 43 Prozent gaben an, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten zu wollen. 41 Prozent würden gern früher in Rente gehen, neun Prozent möchten über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus im Beruf bleiben. Befragt wurden 501 Bundesbürger.

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