Weltweit Trauer und Respekt nach Tod von US-Senator McCain

Wien (APA/AFP/) - Nach dem Tod des republikanischen US-Senators John McCain gab es weltweit, von politischen Verbündeten und Gegnern, Würdig...

Wien (APA/AFP/) - Nach dem Tod des republikanischen US-Senators John McCain gab es weltweit, von politischen Verbündeten und Gegnern, Würdigungen und Respektbekundungen. So haben sich alle noch lebenden früheren US-Präsidenten, Amtsinhaber Donald Trump sowie hochrangige Politiker weltweit betroffen gezeigt. McCain hatte dem US-Senat mehr als drei Jahrzehnte angehört und galt als Querdenker.

US-Präsident Donald Trump sprach McCains Familie sein „tiefstes Mitgefühl und Respekt“ aus. „Unsere Herzen und Gebete sind bei Euch“, erklärte der Präsident auf Twitter.

Ehemaliger US-Präsident Barack Obama (2009-2017): „Uns verband trotz zahlreicher Differenzen die Treue zu etwas Höherem - die Ideale, für die ganze Generationen von Amerikanern und Einwanderern gekämpft, protestiert und Opfer gebracht haben.“

Ehemaliger US-Präsident George W. Bush (2001-2009): McCains Parteikollege Bush würdigte ihn als „Mann tiefer Überzeugungen und Patrioten erster Güte“.

Ehemaliger US-Präsident Bill Clinton (1993-2001): Auch Bushs demokratischer Vorgänger Clinton würdigte McCain, der als Politiker oft die Parteiinteressen im Interesse des Gemeinwohls beiseite geschoben habe.

Ehemaliger US-Präsident George H. W. Bush (1989-1993): Der Republikaner bezeichnete McCain als einen „Staatsdiener mit außergewöhnlichem Mut“.

Ehemaliger US-Präsident Jimmy Carter (1977-1981): „Amerikaner werden für immer für seinen heldenhaften Militärdienst und seine unerschütterliche Integrität dankbar sein.“

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schreibt auf Twitter, mit dem ableben des US-Senators John McCain verliere Amerika einen außerordentlichen Politiker. Europa verliere einen Freund, der immer an die transatlantische Zusammenarbeit geglaubt habe, „Er hatte eine klaren moralischen Kompass und zielte immer darauf, seinem Land zu dienen“. Er kondoliere der Familie aus ganzem Herzen.

Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) schrieb, ebenfalls auf Twitter: Mit Senator John McCain haben die USA eine ihrer prononciertesten Stimmen zur Außen- und Sicherheitspolitik und eine führende Stimme gegen die Folter verloren. „Unsere Gedanken sind mit seiner Familie und Freunden“.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den verstorbenen US-Senator John McCain als „eine der großen politischen Persönlichkeiten unserer Zeit“ gewürdigt. Der Republikaner sei „ein unermüdlicher Kämpfer für ein starkes transatlantisches Bündnis“ gewesen, erklärte Merkel am Sonntag. Sie würdigte zugleich den „persönlichen Mut“ und die „Aufrichtigkeit“ des Senators.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte, „Senator John McCain stand für ein Amerika, das ein verlässlicher und enger Partner ist, das aus Stärke Verantwortung für andere übernimmt und auch in schwierigen Momenten zu seinen Werten und Prinzipien steht.“

Der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) schrieb: „Sein Tod ist ein schwerer Verlust für die Weltgemeinschaft“, der Bundestag verliere in ihm „eine Stütze der deutsch-amerikanischen Beziehungen und einen Freund Deutschlands“.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nannte McCain einen „wahren amerikanischen Helden“.

sKanadas Premierminister Justin Trudeau: Es sei „eine Inspiration für Millionen“ gewesen, dass McCain sein gesamtes Leben dem öffentlichen Dienst gewidmet habe.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu würdigte McCain als „großen amerikanischen Patrioten“, dessen „Unterstützung für Israel nie ins Wanken geriet“.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, der US-Politiker werde als überzeugter Transatlantiker in Erinnerung bleiben.


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